Radiofrequenz-Thermokoagulation

Radiofrequenz-Thermokoagulation – ICD-10: G89.29

H19 Themenleitfaden

Interventionelle Schmerztherapie

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1Überblick

Schnelle und verständliche Informationen für Patientinnen und Patienten

Was ist die Erkrankung?

Symptome

Chronische Schmerzen, die trotz Verfahren wie Medikamenten und Physiotherapie nicht abklingen
Wiederkehrende Schmerzen im Ausbreitungsgebiet eines bestimmten Nervs oder Gelenks
Schmerzen, die so stark sind, dass sie den Alltag und den Schlaf einschränken
Ein – wenn auch nur vorübergehender – deutlicher Nutzen durch eine diagnostische Nervenbetäubung (Blockade)
Für eine offene Operation nicht geeignete oder diese nicht wünschende Patientinnen und Patienten, die für eine interventionelle Behandlung in Frage kommen
Eignung der Patientin oder des Patienten für diesen Eingriff nach Beurteilung durch ein Fachteam

Diagnoseverfahren

Behandlungsverfahren

Häufig gestellte Fragen zu Radiofrequenz-Thermokoagulation

Q1.Ist der Radiofrequenzeingriff eine dauerhafte Lösung?
Die Dauer der Wirkung variiert von Person zu Person. Während bei manchen Patientinnen und Patienten eine langanhaltende Linderung erreicht wird, kann bei anderen eine Wiederholung des Eingriffs in bestimmten Abständen erforderlich sein, da sich der Nerv mit der Zeit erneuern kann. Der Eingriff beseitigt nicht die zugrunde liegende Ursache; er zielt darauf ab, die Schmerzen zu verringern und den Alltag zu erleichtern.
Q2.Kann ich nach dem Eingriff am selben Tag nach Hause?
In den meisten Fällen wird der Eingriff ambulant durchgeführt, und eine Entlassung am selben Tag ist möglich. Nach einer kurzen Beobachtungszeit im Anschluss an den Eingriff wird gemäß den Empfehlungen der Ärztin oder des Arztes in den Alltag zurückgekehrt. Die endgültige Entscheidung richtet sich nach der Art des Eingriffs und dem Zustand der Patientin oder des Patienten.
Q3.Ist der Eingriff schmerzhaft, welche Betäubung wird angewendet?
In der Regel erfolgt er mit örtlicher Betäubung und bei Bedarf leichter Sedierung; die meisten Patientinnen und Patienten vertragen den Eingriff gut. Um zu bestätigen, dass die Nadel korrekt positioniert ist, kann während kurzzeitiger Reize verlangt werden, dass die Patientin oder der Patient wach und kooperativ ist. Nach dem Eingriff kann im Bereich einige Tage lang eine leichte Empfindlichkeit bestehen.
Q4.Ist der Eingriff bei jedem chronischen Schmerz anwendbar?
Nein. Die Eignung richtet sich nach der Schmerzursache, der Bestimmbarkeit des Zielnervs und der durchgeführten Beurteilung. Besonders wirksam ist er bei Patientinnen und Patienten, die von einer diagnostischen Blockade profitieren und deren Schmerzen an einen bestimmten Nerv oder ein bestimmtes Gelenk gebunden sind. Bei diffusen Schmerzen mit ungeklärter Ursache kann er ungeeignet sein.
Q5.Welche Risiken hat der Eingriff?
Da er unter Bildgebung und mit niederschwelligen Reizen zur Positionsbestätigung durchgeführt wird, gilt er als sicherer Eingriff. Dennoch können wie bei jedem Eingriff vorübergehendes Taubheitsgefühl, Empfindlichkeit an der Einstichstelle oder selten Gefühlsveränderungen auftreten. Mögliche Risiken werden der Patientin oder dem Patienten vor dem Eingriff ausführlich erläutert.
Q6.Kann ich nach dem Eingriff die Schmerzmittel absetzen?
Die Entscheidung wird gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt getroffen. Bei vielen Patientinnen und Patienten sinkt mit der Abnahme der Schmerzen der Medikamentenbedarf; die Reduktion oder das Absetzen der Medikamente sollte jedoch je nach Verlauf der Schmerzen schrittweise und kontrolliert erfolgen. Eigenmächtige plötzliche Änderungen werden nicht empfohlen.

Kaynaklar

  1. Greenberg MS. Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023:1865-1866.
  2. Greenberg MS. Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023:1862-1863.
  3. Trigeminal Neuralgias: A Neurosurgical Illustrated Guide. Springer; 2023:112-113.
  4. Deer TR, et al. ed. Treatment of Chronic Pain by Interventional Approaches (American Academy of Pain Medicine Textbook). Springer; 2015:82, 168.

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