Ganglion-sphenopalatinum-RFT/PRFT
Schmerzbehandlung im Bereich des Ganglion sphenopalatinum mittels Radiofrequenz
Was ist diese Behandlung?
Ganglion-sphenopalatinum-RFT/PRFT ist ein Verfahren, bei dem mithilfe von Radiofrequenzenergie kontrolliert Wärme auf das Zielganglion appliziert wird (konventionelle RFT) oder mittels gepulster Radiofrequenz (PRFT) die Schmerzleitung reduziert wird. Es wird bei chronischen Kopf- und Gesichtsschmerzen mit Ursprung im Ganglion sphenopalatinum angewendet, in der Regel nachdem die Schmerzquelle durch eine diagnostische Blockade bestätigt wurde.
Vorteile
- Kann bei einem Teil der Patienten eine über Monate anhaltende Schmerzreduktion bewirken
- Ist ein minimalinvasives und bei Bedarf wiederholbares Verfahren
- Kann in der Regel unter Lokalanästhesie ambulant durchgeführt werden
- Bietet eine Option bei Schmerzen, die nicht ausreichend auf eine medikamentöse Behandlung ansprechen
Behandlungsablauf
Unter Durchleuchtungskontrolle wird die RF-Nadel am Ganglion in der Fossa pterygopalatina platziert. Mit Kontrastmittel wird bestätigt, dass die Nadelspitze in korrekter Position liegt (keine intravasale/nasale Injektion). Durch sensorische Stimulation wird mittels Parästhesien im Bereich der Nasenwurzel das Ziel bestätigt. Anschließend wird eine konventionelle RFT (etwa 80 °C, 60–90 s) oder PRFT (etwa 42 °C, 120–240 s) durchgeführt.
Wann wird sie eingesetzt?
- Behandlung chronischer Schmerzen mit Ursprung im Ganglion sphenopalatinum
- Bei Schmerzen, die nicht ausreichend auf eine medikamentöse Behandlung ansprechen
- Bei durch diagnostische Blockade bestätigter Schmerzquelle
- Als nicht-chirurgische Behandlungsoption
Genesung und Planung
Nach dem Eingriff können einige Tage lang leichte Schmerzen, ein Taubheitsgefühl an der Nasenwurzel oder ein vorübergehend vermehrter Tränenfluss auftreten. Der Patient wird in der Regel am selben Tag entlassen. Der Wirkeintritt kann einige Zeit dauern.
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