Osteoporotische Frakturen (durch Knochenschwund bedingte Wirbelbrüche)

Das Einbrechen von durch Knochenschwund (Osteoporose) geschwächten Wirbeln bereits bei geringer Belastung.

H03 Themenleitfaden

Wirbelsäulenchirurgie (degenerativ und Deformität)

Diese Übersichtsseite bündelt 9 Erkrankungen unter Wirbelsäulenchirurgie (degenerativ und Deformität). Von hier gelangen Sie direkt zu den jeweiligen Detailseiten der Erkrankungen.

Themenleitfaden öffnen

1Überblick

Schnelle und verständliche Informationen für Patientinnen und Patienten

Was ist die Erkrankung?

Symptome

Plötzlich einsetzender, im Bereich des Bruchs konzentrierter scharfer Schmerz im Rücken oder in der Lende
Beim Sitzen, Aufstehen, Drehen oder Bücken zunehmender, im Liegen nachlassender Schmerz
Mit der Zeit bemerkbare Abnahme der Körpergröße
Vorwärtskrümmung des Rückens (Rundrücken), besonders bei mehreren Brüchen
Bei manchen Menschen Rückenschmerzen ohne erkennbaren Unfall
Sehr selten Taubheitsgefühl oder Schwäche in den Beinen (wenn ein Knochenfragment auf einen Nerv drückt)

Diagnoseverfahren

Behandlungsverfahren

Nicht-operative Behandlung mit Schmerzmitteln, kurzzeitiger Schonung und früher Mobilisierung
Behandlung des Knochenschwunds mit Kalzium, Vitamin D und knochenstärkenden Medikamenten
Bei Bedarf Verwendung eines den Rücken stützenden Korsetts
Bei starken, anhaltenden Schmerzen minimalinvasives Verfahren mit Einbringen von Knochenzement in den Wirbel (Vertebroplastie / Kyphoplastie)

Häufig gestellte Fragen zu Osteoporotische Frakturen (durch Knochenschwund bedingte Wirbelbrüche)

Q1.Ich habe einen Wirbelbruch – muss ich mich zwingend operieren lassen?
Nein. Die große Mehrheit der osteoporotischen Wirbelbrüche erfordert keine Operation und heilt meist innerhalb von drei Monaten mit Schmerzkontrolle, kurzzeitiger Schonung und früher Mobilisierung. Bei ausgewählten Patienten mit sehr starken, lang anhaltenden oder bewegungseinschränkenden Schmerzen können minimalinvasive Verfahren infrage kommen, bei denen Knochenzement in den Wirbel eingebracht wird (Vertebroplastie, Kyphoplastie). Eine Operation ist selten erforderlich.
Q2.Ich hatte einen Bruch – kommt es zu einem weiteren?
Ja, das Risiko steigt. Ein osteoporotischer Wirbelbruch ist ein wichtiges Warnzeichen für weitere Brüche; wird er nicht behandelt, steigt die Wahrscheinlichkeit eines neuen Bruchs deutlich. Deshalb sind neben der Behandlung des Bruchs die Beurteilung und Behandlung des zugrunde liegenden Knochenschwunds (Kalzium und Vitamin D, knochenschützende Medikamente, Sturzvermeidung) sehr wichtig. Das eigentliche Ziel ist es, die Kette der Brüche zu durchbrechen.
Q3.Wie hilft das Knochenzement-Verfahren (Vertebroplastie/Kyphoplastie)?
Bei diesen minimalinvasiven Verfahren wird über eine dünne Nadel ein spezieller Knochenzement in den eingebrochenen Wirbel eingebracht; der Zement härtet aus, festigt den Wirbel und verringert bei vielen Patienten die Schmerzen. Bei der Kyphoplastie wird außerdem mit einem kleinen Ballon versucht, die Wirbelhöhe etwas wiederherzustellen. Diese Verfahren werden bei ausgewählten Patienten mit starken und lang anhaltenden Schmerzen in Betracht gezogen; sie sind nicht bei jedem Bruch erforderlich.
Q4.Was passiert, wenn der Knochenschwund (Osteoporose) nicht behandelt wird?
Bei unbehandelter Osteoporose werden die Knochen zunehmend schwächer, und bereits bei geringen Belastungen können neue Brüche (Wirbelsäule, Hüfte, Handgelenk) entstehen; aufeinanderfolgende Wirbelbrüche führen zu Größenverlust und Rundrücken. Knochenschützende Behandlungen, Kalzium- und Vitamin-D-Zufuhr sowie Maßnahmen zur Sturzvermeidung verringern dieses Risiko deutlich. Deshalb muss die Osteoporose nach einem Bruch unbedingt angegangen werden.
Q5.Wie soll ich mich bewegen, bis der Bruch verheilt ist?
Längere Bettruhe wird nicht empfohlen, denn Bewegungsmangel schwächt Muskeln und Knochen zusätzlich. Sobald die Schmerzen unter Kontrolle sind, hilft eine im von der Ärztin bzw. dem Arzt empfohlenen Maß und allmählich zunehmende Mobilisierung der Genesung. Empfohlen wird, plötzliches Bücken, das Heben von Gewichten und Bewegungen mit Sturzrisiko zu vermeiden und bei Bedarf kurzzeitig ein Korsett zu tragen. Das Programm wird individuell angepasst.
Q6.Kann ein Bruch auch ohne erkennbaren Unfall entstehen?
Ja. Bei fortgeschrittener Osteoporose können die Wirbel so schwach werden, dass bereits leichtes Bücken, Husten, Niesen oder ein leichtes Heben zu einem Einbruchbruch führen kann; bei manchen Menschen entsteht er auch ohne erkennbare Ursache. Deshalb sollten neu einsetzende, in einem bestimmten Bereich konzentrierte Rücken- und Kreuzschmerzen im höheren Alter im Hinblick auf einen Knochenschwund abgeklärt werden.

Kaynaklar

  1. Steinmetz MP, Benzel EC, eds. Benzel's Spine Surgery. 5th ed. Elsevier; 2022:1464.
  2. Greenberg MS. Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023:1213.
  3. Greenberg MS. Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023:1213-1214.
  4. McGraw JK, ed:197.

Bu içerik akademik kaynaklara dayanılarak hazırlanmış bilgilendirme amaçlıdır; tanı ve tedavi kararları için hekiminize başvurunuz.

Suchen Sie eine andere Erkrankung?

Suchen Sie unter 134 neurochirurgischen Erkrankungen

Beliebte Suchanfragen:

Weitere Erkrankungen ansehen

Beliebte Suchanfragen:

Dr. Özgür Akşan

Gehirn- und Nervenchirurgie

Vereinbaren Sie einen Termin für ausführliche Informationen und einen individuellen Behandlungsplan.

Termin vereinbaren

Senden Sie Ihre MRT-Aufnahmen

Erhalten Sie über EmarYolla.com eine kostenlose Ersteinschätzung.

MRT senden

Benötigen Sie Hilfe?

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für eine fachärztliche Einschätzung.

Osteoporotische Frakturen (durch Knochenschwund bedingte Wirbelbrüche) (ICD-10: M80.08) | Dr. Özgür Akşan