Meningitis (Hirnhautentzündung)

Eine durch Krankheitserreger verursachte Entzündung der Häute, die Gehirn und Rückenmark umgeben; die bakterielle Form erfordert eine notfallmäßige Behandlung.

H16 Themenleitfaden

Neurologische Infektionen

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1Überblick

Schnelle und verständliche Informationen für Patientinnen und Patienten

Was ist die Erkrankung?

Symptome

Hohes Fieber sowie Frösteln und Schüttelfrost
Starke, den ganzen Kopf umfassende Kopfschmerzen
Nackensteifigkeit (das Kinn kann nicht an die Brust gelegt werden)
Lichtempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen
Bewusstseinstrübung, Schläfrigkeit, Krampfanfall
Kleine rot-violette Hautausschläge, bei Säuglingen Unruhe und Vorwölbung der Fontanelle

Diagnoseverfahren

Behandlungsverfahren

Innerhalb der ersten Stunde begonnene intravenöse Therapie mit breit wirksamen Antibiotika
Je nach Kulturergebnis gezieltes Antibiotikum (7–21 Tage)
Kortisonartiges Medikament zur Verringerung bleibender Schäden (Dexamethason)
Bei viraler Meningitis unterstützende Behandlung mit Schmerzmitteln und Flüssigkeit

Häufig gestellte Fragen zu Meningitis (Hirnhautentzündung)

Q1.Wie wird eine Meningitis übertragen?
Die bakterielle und die virale Meningitis werden meist über Tröpfchen der Atemwege (Husten, Niesen, Küssen) und engen Kontakt übertragen. Die Erreger siedeln sich zunächst in Nase und Rachen an und können anschließend über das Blut die Hirnhäute erreichen. Nicht jeder Kontakt löst eine Erkrankung aus; enger und lang anhaltender Kontakt erhöht jedoch das Risiko.
Q2.Warum ist die erste Stunde so wichtig?
Weil die bakterielle Meningitis innerhalb von Stunden rasch fortschreiten kann, erhöht jede Stunde Verzögerung in der Behandlung das Lebensrisiko und die Wahrscheinlichkeit bleibender Schäden deutlich. Deshalb wird bei starkem Verdacht die intravenöse Antibiotikatherapie sofort begonnen, ohne die Testergebnisse abzuwarten. Eine frühe Behandlung kann lebensrettend sein.
Q3.Was ist der Unterschied zwischen bakterieller und viraler Meningitis?
Die bakterielle Meningitis ist die schwerste Form; sie schreitet rasch fort und erfordert eine notfallmäßige Antibiotikatherapie. Die virale Meningitis verläuft dagegen meist milder und heilt überwiegend mit unterstützender Behandlung von selbst aus. Um die beiden zu unterscheiden, ist die Untersuchung des an der Lende entnommenen Nervenwassers die zuverlässigste Methode.
Q4.Treten die drei klassischen Symptome immer gemeinsam auf?
Nein. Fieber, starke Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit sind die klassische Trias, doch diese drei müssen nicht bei jedem Patienten gemeinsam vorliegen; besonders bei Säuglingen, älteren Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem können die Symptome verschwommen sein. Deshalb ist bei Verdacht eine unverzügliche Beurteilung wichtig.
Q5.Ist eine Vorbeugung gegen Meningitis möglich?
Ja. Impfungen (Lungenentzündungs-, Meningokokken- und Hib-Impfungen) sind der wirksamste Schutz. Außerdem sind Händehygiene, Hustenetikette und das Vermeiden engen Kontakts mit einer erkrankten Person wichtig. In manchen Fällen wird Personen, die engen Kontakt zu einem an Meningitis erkrankten Patienten hatten, ein vorbeugendes Antibiotikum gegeben.
Q6.Hinterlässt eine Meningitis bleibende Schäden?
Mit früher und geeigneter Behandlung heilen viele Patienten vollständig aus. Besonders bei der bakteriellen Meningitis können jedoch, wenn die Behandlung verzögert wird, bleibende Probleme wie Hörverlust, Krampfanfälle und geistige Beeinträchtigung auftreten. Das zusammen mit den Antibiotika gegebene kortisonartige Medikament kann das Risiko mancher bleibender Schäden (insbesondere des Hörverlusts) verringern.

Kaynaklar

  1. Greenberg MS. Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023.
  2. Winn HR, ed. Meningitis and Encephalitis. Bölüm 44. In: Winn HR, ed. Youmans and Winn Neurological Surgery. 6th ed. Elsevier; 2011.
  3. Sekhar LN, Fessler RG, eds. Atlas of Neurosurgical Techniques: Brain. 2nd ed. Thieme; 2015.
  4. Tunkel AR, Hartman BJ, Kaplan SL, et al. Practice Guidelines for the Management of Bacterial Meningitis. Infectious Diseases Society of America (IDSA). Clin Infect Dis. 2004.

Bu içerik akademik kaynaklara dayanılarak hazırlanmış bilgilendirme amaçlıdır; tanı ve tedavi kararları için hekiminize başvurunuz.

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