Externe Ventrikeldrainage
Ableitung des Liquors über einen Katheter in den Hirnventrikel
Was ist diese Behandlung?
Es handelt sich um die kontrollierte Ableitung des Liquor cerebrospinalis (Liquor) nach außen durch das Einbringen eines dünnen Katheters in den Hirnventrikel. Sie wird bei akutem Hydrozephalus, intraventrikulärer Blutung und einigen Infektionen zur Senkung und Überwachung des Hirndrucks eingesetzt.
Vorteile
- Trägt zur Senkung des erhöhten Hirndrucks bei
- Ermöglicht die kontrollierte Ableitung des Liquor cerebrospinalis
- Ermöglicht die kontinuierliche Messung des Hirndrucks
- Ermöglicht bei Bedarf die Entnahme einer Liquorprobe und die Gabe von Medikamenten
Behandlungsablauf
Der Eingriff kann häufig am Bett unter Lokalanästhesie durchgeführt werden. Im Schädel wird eine kleine Bohrung (Bohrloch) angelegt und der Katheter unter Verwendung anatomischer Landmarken in den Seitenventrikel eingebracht. Der Katheter wird an ein geschlossenes Drainagesystem mit einstellbarem Fluss angeschlossen.
Wann wird sie eingesetzt?
- Liquorableitung bei akutem Hydrozephalus
- Behandlung einer intraventrikulären Blutung
- Überwachung und Senkung des erhöhten Hirndrucks
- Unterstützung der Behandlung bei einigen Infektionen des zentralen Nervensystems
Genesung und Planung
Der Katheter wird je nach Besserung des klinischen Bildes für eine bestimmte Zeit belassen und, sobald geeignet, entfernt. Der Patient wird in diesem Zeitraum engmaschig überwacht. Heilung und weitere Schritte werden je nach zugrunde liegender Erkrankung geplant.
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