Lyme-Borreliose

Eine durch einen Zeckenstich übertragene Infektionskrankheit, die mit früher Antibiotikatherapie zum Großteil vollständig ausheilt.

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Neurologische Infektionen

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1Überblick

Schnelle und verständliche Informationen für Patientinnen und Patienten

Was ist die Erkrankung?

Symptome

An der Stichstelle in der Mitte aufhellende, ringförmig größer werdende rote Hautrötung (meist schmerzlos und ohne Juckreiz)
Grippeähnliche Symptome: Fieber, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen
Herabhängen einer (manchmal beider) Gesichtshälfte, Schwierigkeiten beim Schließen des Auges (Gesichtslähmung)
Starke, nachts zunehmende Schmerzen, die entlang einer Bahn ausstrahlen
Starke Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit (Zeichen einer Hirnhautentzündung)
Wiederkehrende Schwellung und Schmerzen in den Gelenken (besonders im Knie); selten Herzsymptome wie Herzklopfen und Ohnmacht

Diagnoseverfahren

Behandlungsverfahren

Orales Antibiotikum (bei früher Hautbeteiligung)
Intravenöses Antibiotikum (bei Beteiligung des Nervensystems oder schwerer Herzbeteiligung)
Unterstützende Pflege und Nachsorge bei Symptomen wie Gesichtslähmung und Meningitis
Vorbeugung: in der Natur schützende Kleidung, Verwendung von Insektenschutzmitteln und frühes, korrektes Entfernen der Zecke

Häufig gestellte Fragen zu Lyme-Borreliose

Q1.Ist die Lyme-Borreliose von Mensch zu Mensch übertragbar?
Nein. Die Lyme-Borreliose wird nur durch den Stich einer infizierten Zecke übertragen; es gibt keine Belege dafür, dass sie durch Küssen, Berühren, Husten oder sexuellen Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen wird. Bei geeigneter Behandlung in der Schwangerschaft ist auch keine Übertragung auf das Kind zu erwarten. Eine erkrankte Person ist also für ihre Umgebung nicht ansteckend.
Q2.Muss ich nach jedem Zeckenstich ein Antibiotikum nehmen?
Meist nein. Nicht jede Zecke trägt Borrelien, und nicht jeder Stich löst eine Erkrankung aus. In Regionen mit hohem Risiko kann der Arzt, wenn die Zecke lange angehaftet hat, eine vorbeugende Einzeldosis eines Antibiotikums erwägen. Am besten ist es, die Zecke korrekt zu entfernen, die Stichstelle einige Wochen zu beobachten und sich bei einer Hautrötung oder grippeähnlichen Symptomen vorzustellen.
Q3.Was soll ich tun, wenn mich eine Zecke gestochen hat?
Man sollte die Zecke möglichst hautnah mit einer feinen Pinzette fassen und langsam gerade herausziehen, ohne sie zu quetschen oder zu drehen. Wichtig ist, dass die Zecke nicht zerdrückt wird. Nach dem Entfernen wird die Stelle gereinigt. Anschließend wird die Stichstelle einige Wochen beobachtet; bei einer ringförmig größer werdenden Rötung oder Symptomen wie Fieber und Abgeschlagenheit sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Q4.Tritt die ringförmige Hautrötung bei jedem Patienten auf?
Nein. Obwohl die typische Hautrötung im Zielscheibenmuster häufig ist, tritt sie nicht bei jedem Patienten auf oder wird nicht bemerkt. Deshalb schließt das Fehlen der Hautrötung eine Lyme-Borreliose nicht aus. Entwickeln sich bei einer Person mit Zeckenexposition grippeähnliche Symptome, eine Gesichtslähmung oder Gelenkschwellungen, sollte auch ohne Hautrötung an eine Lyme-Borreliose gedacht werden.
Q5.Heilt sie mit der Behandlung vollständig aus?
Wird im Frühstadium ein geeignetes Antibiotikum begonnen, heilt die überwiegende Mehrheit der Patienten vollständig aus. Auch Beteiligungen von Nervensystem, Herz und Gelenken bessern sich mit geeigneter Behandlung innerhalb von Wochen deutlich. Bei spät und unbehandelt gebliebenen Fällen kann die Genesung länger dauern; deshalb sind eine frühe Diagnose und Behandlung wichtig.
Q6.Kann eine Gesichtslähmung durch Lyme bedingt sein?
Ja. Bei der Beteiligung des Nervensystems der Lyme-Borreliose ist eine Gesichtslähmung häufig und kann manchmal beidseitig sein; dies ist ein unterscheidendes Merkmal gegenüber Gesichtslähmungen anderer Ursache. Entwickelt sich in einer Region mit Zeckenexposition eine Gesichtslähmung, sollte eine Lyme-Borreliose abgeklärt werden. Mit geeigneter Antibiotikatherapie bessert sie sich meist.

Kaynaklar

  1. Greenberg MS. Lyme disease: neurologic manifestations. In: Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023.
  2. Greenberg MS. Facial palsy: differential diagnosis. In: Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023.
  3. Winn HR, ed. Youmans and Winn Neurological Surgery. 6th ed. Elsevier; 2011.

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Lyme-Borreliose (ICD-10: A69.2) | Dr. Özgür Akşan