Gamma Knife / CyberKnife

Verfahren, die ohne Schnitt bestimmte Hirnerkrankungen behandeln, indem sie hochdosierte Strahlen mit millimetergenauer Präzision auf das Ziel fokussieren.

H20 Themenleitfaden

Stereotaktische Radiochirurgie

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1Überblick

Schnelle und verständliche Informationen für Patientinnen und Patienten

Was ist die Erkrankung?

Symptome

Patientinnen und Patienten mit bestimmten gutartigen Hirntumoren wie einem Hörnerventumor
Patientinnen und Patienten mit Tumoren in Bereichen, in denen eine Operation riskant ist, oder die für eine Operation nicht geeignet sind
Personen mit einer begrenzten Anzahl kleiner, ins Gehirn gestreuter (Metastasen-)Tumoren
Medikamentös nicht beherrschbare hartnäckige Gesichtsschmerzen (Trigeminusneuralgie), die für eine Operation nicht geeignet sind
Personen mit einer Gefäßfehlbildung wie einem Gefäßknäuel (AVM), das für eine Operation nicht geeignet ist
In der Regel kleine bis mittelgroße Ziele (etwa unter 3 cm); sehr große Läsionen können für dieses Verfahren ungeeignet sein

Diagnoseverfahren

Behandlungsverfahren

Gamma Knife: einzeitige Anwendung, bei der der Kopf ruhig gehalten und zahlreiche Strahlenbündel im Ziel gebündelt werden
CyberKnife: Anwendung, bei der ein Roboterarm die Strahlen aus verschiedenen Winkeln lenkt und kein Kopfrahmen erforderlich ist
Millimetergenaue Planung des Ziels vor der Behandlung mit MRT/Computertomografie
Nachsorge mit regelmäßiger Bildgebung nach der Anwendung, um die Wirkung im zeitlichen Verlauf zu beurteilen

Häufig gestellte Fragen zu Gamma Knife / CyberKnife

Q1.Ist das eine echte Operation, wird ein Schnitt gemacht?
Nein. Trotz des Begriffs „knife“ (Messer) wird bei diesen Verfahren kein Schnitt gemacht; weder Haut noch Knochen noch Hirngewebe werden durchtrennt. Zahlreiche Strahlenbündel werden in einem einzigen Ziel gebündelt und geben an diesen Punkt eine hohe Dosis ab. Deshalb handelt es sich um ein Strahlentherapieverfahren und nicht um eine Operation im klassischen Sinne. In der Regel ist keine Narkose nötig, und die Patientin oder der Patient kehrt meist am selben Tag nach Hause zurück.
Q2.Wann sehe ich die Wirkung?
Die Wirkung der Strahlentherapie tritt nicht sofort ein; das anvisierte Gewebe reagiert mit der Zeit. Diese Zeitspanne kann je nach Art des Tumors oder der Läsion Wochen, Monate oder in manchen Fällen sogar Jahre betragen. Ziel ist es meist nicht, die Läsion sofort zu beseitigen, sondern ihr Wachstum zu stoppen oder sie zu verkleinern. Deshalb ist im Anschluss eine Nachsorge mit regelmäßiger Bildgebung erforderlich.
Q3.Ist es bei jedem Tumor anwendbar?
Nein. Diese Verfahren sind in der Regel für kleine bis mittelgroße (etwa unter 3 cm), scharf begrenzte Ziele geeignet; bei sehr großen Läsionen oder ausgedehnter Erkrankung können sie ungeeignet sein. Art, Lage und Größe des Tumors sind entscheidend. Über die Eignung entscheidet die gemeinsame Beurteilung durch Neurochirurgie und Radioonkologie.
Q4.Was ist der Unterschied zwischen Gamma Knife und CyberKnife?
Beide führen eine fokussierte Strahlentherapie durch. Beim Gamma Knife wird der Kopf während der gesamten Behandlung ruhig gehalten und in der Regel ein am Schädel fixierter Rahmen verwendet; es wird überwiegend bei intrakraniellen Zielen eingesetzt. Beim CyberKnife lenkt ein Roboterarm die Strahlen aus verschiedenen Winkeln, ein Rahmen ist nicht erforderlich, und es kann auch an anderen Körperregionen angewendet werden. Die Auswahl erfolgt je nach Lage und Beschaffenheit des Ziels.
Q5.Gibt es Nebenwirkungen?
Auch wenn das umliegende gesunde Gewebe geschont wird, können je nach behandeltem Bereich Nebenwirkungen wie vorübergehende Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit oder mit der Zeit ein Ödem bzw. Veränderungen im Gewebe des Behandlungsgebiets auftreten. Die meisten Nebenwirkungen sind beherrschbar und vorübergehend. Mögliche Risiken werden vor der Behandlung je nach Lage des Ziels ausführlich mit der Patientin oder dem Patienten besprochen.
Q6.Wie wird es bei der Trigeminusneuralgie eingesetzt?
Bei medikamentös nicht beherrschbaren, für eine Operation nicht geeigneten hartnäckigen Gesichtsschmerzen (Trigeminusneuralgie) wird die fokussierte Strahlung an einen bestimmten Punkt des Trigeminusnervs abgegeben, um die Schmerzweiterleitung zu verringern. Die Wirkung setzt in der Regel innerhalb einiger Wochen bis Monate ein. Für ausgewählte Patientinnen und Patienten, die für eine Operation nicht geeignet sind oder diese nicht bevorzugen, ist es eine gute Option.

Kaynaklar

  1. Greenberg MS. Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023:1904-1908.
  2. Quiñones-Hinojosa A, ed. Schmidek and Sweet Operative Neurosurgical Techniques. 7th ed. Elsevier; 2021:1295.
  3. Greenberg MS. Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023.

Bu içerik akademik kaynaklara dayanılarak hazırlanmış bilgilendirme amaçlıdır; tanı ve tedavi kararları için hekiminize başvurunuz.

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