Stereotaktische Radiochirurgie (SRS) – Gamma Knife, Cyberknife
Hochdosierte fokussierte Strahlung auf das Ziel in einer einzigen Sitzung, ohne Öffnung des Schädels
Was ist diese Behandlung?
Die stereotaktische Radiochirurgie (SRS) ist trotz des Wortes „Chirurgie“ in ihrer Bezeichnung ein inzisionsfreies Strahlenbehandlungsverfahren ohne Schnitt. Mit Systemen wie Gamma Knife oder Cyberknife wird auf ein mit stereotaktischer Präzision bestimmtes Ziel (zum Beispiel eine Hirnmetastase, ein AVM, ein Vestibularisschwannom) in der Regel in einer einzigen Sitzung eine hohe Strahlendosis abgegeben, wobei das umliegende Gewebe relativ geschont wird. Der Schädel wird nicht geöffnet und es ist keine Vollnarkose erforderlich.
Vorteile
- Wird ohne Schnitt, inzisionsfrei angewendet
- Die Strahlendosis wird auf das Ziel konzentriert, um die auf das umliegende Gewebe abgegebene Dosis zu begrenzen
- Wird in der Regel in einer einzigen Sitzung abgeschlossen und erfordert keine Vollnarkose
- Bietet eine Option bei Zielen, für die ein offener chirurgischer Eingriff nicht geeignet oder die schwer zugänglich sind
Behandlungsablauf
Mit dünnschichtiger Bildgebung wird ein Behandlungsplan erstellt; die Koordinaten des Ziels werden stereotaktisch bestimmt. Der Patient wird wach, mit fixiertem Kopf in einer geeigneten Position gelagert und die fokussierte Strahlung auf das Ziel gerichtet. Der Eingriff wird in der Regel ambulant und in einer einzigen Sitzung durchgeführt.
Wann wird sie eingesetzt?
- Behandlung von Hirnmetastasen
- Behandlung arteriovenöser Malformationen (AVM)
- Vestibularisschwannom und ausgewählte Meningeomfälle
- Ausgewählte funktionelle Ziele wie die Trigeminusneuralgie
Genesung und Planung
Nach dem Eingriff kann der Patient in der Regel am selben Tag entlassen werden. Die Behandlungswirkung wird innerhalb von Wochen bis Monaten mittels Bildgebung beurteilt; es erfolgt eine regelmäßige Nachsorge im Hinblick auf strahlenbedingte Spätfolgen.
Fachärztliche Einschätzung
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