Endoskopische Tumorbiopsie
Endoskopische Gewebeentnahme aus intraventrikulären Läsionen
Was ist diese Behandlung?
Es handelt sich um die endoskopische Entnahme einer Gewebeprobe aus Läsionen in einem Hirnventrikel oder in einer Zyste. Es ist kein therapeutischer, sondern ein minimalinvasiver diagnostischer Eingriff zur Diagnosestellung.
Vorteile
- Ermöglicht die Entnahme einer Gewebeprobe aus der Läsion für die histopathologische Diagnose
- Ermöglicht eine auf der korrekten Diagnose basierende Behandlungsplanung
- Die intraventrikulären Strukturen werden endoskopisch direkt eingesehen und die Probe entnommen
- In geeigneten Fällen kann durch eine gleichzeitige Drittventrikulostomie der Liquorweg eröffnet werden
Behandlungsablauf
Unter Vollnarkose wird das Endoskop über eine kleine Bohrung in den Ventrikel vorgeschoben. Die Läsion wird direkt eingesehen, eine Gewebeprobe entnommen und der histopathologischen Untersuchung zugeführt.
Wann wird sie eingesetzt?
- Diagnose von Läsionen im Ventrikel oder in einer Zyste
- Ventrikuläre Raumforderungen, die einer histopathologischen Diagnose bedürfen
- Klärung der Diagnose vor einer chirurgischen Resektion
- Gewebeentnahme zur Steuerung der Behandlungsoptionen
Genesung und Planung
Nach der Operation wird der neurologische Status überwacht; die Behandlung wird nach dem histopathologischen Befund geplant. Die Entlassung erfolgt je nach klinischem Bild.
Fachärztliche Einschätzung
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Quellen
Geprüfte Fachbücher der Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie, die den medizinischen Rahmen dieser Behandlung stützen.
- Quiñones-Hinojosa A, ed. Schmidek and Sweet: Operative Neurosurgical Techniques: Indications, Methods and Results. 7th ed. Elsevier; 2021:212.
- Winn HR, ed. Youmans Neurological Surgery. 6th ed. Saunders; 2011.
- Badie B, ed. Neurosurgical Operative Atlas: Neuro-Oncology. 2nd ed. Thieme; 2007.
- Rhoton AL Jr. Rhoton’s Cranial Anatomy and Surgical Approaches. Oxford University Press; 2019.
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