Morton-Neurom

Ein gutartiger Zustand, bei dem ein zu den Zehen ziehender Nerv im vorderen Fußbereich sich verdickt und gereizt wird und dadurch Brennen und Schmerz verursacht.

H18 Themenleitfaden

Periphere Nervenchirurgie

Diese Übersichtsseite bündelt 8 Erkrankungen unter Periphere Nervenchirurgie. Von hier gelangen Sie direkt zu den jeweiligen Detailseiten der Erkrankungen.

Themenleitfaden öffnen

1Überblick

Schnelle und verständliche Informationen für Patientinnen und Patienten

Was ist die Erkrankung?

Symptome

Brennender, stechender oder wie ein Stromschlag empfundener Schmerz an der vorderen Fußsohle, zwischen den Zehen
Zunahme des Schmerzes beim Tragen enger und hochhackiger Schuhe oder beim langen Gehen
Erleichterung durch Ausziehen des Schuhs und Massieren des Fußes (ein sehr typischer Befund)
Taubheitsgefühl und Kribbeln in den betroffenen Zehen
Das Gefühl, im Schuh liege ein zusammengeknüllter Socken oder ein kleiner Stein unter dem Fuß
Vermeiden von langem Stehen oder Gehen, Hinken

Diagnoseverfahren

Behandlungsverfahren

Wechsel zu Schuhen mit breiter Zehenbox, flacher und weicher Sohle; Vermeiden hoher Absätze und enger Schuhe
Hinter den Zehenknochen platzierte Stütze (Mittelfußpelotte) und spezielle Einlage
Entzündungshemmende (Kortison-)Injektion in den Bereich
Bei Patientinnen und Patienten ohne ausreichendes Ansprechen eine Operation: Entfernung des Nervs oder Entlastung durch Spaltung des umgebenden Bandes

Häufig gestellte Fragen zu Morton-Neurom

Q1.Ist das ein Tumor, ist es bösartig?▼
Nein. Obwohl der Name „Neurom“ enthält, ist das Morton-Neurom kein echter Tumor und nicht bösartig; es handelt sich um eine schwielenartige Verdickung rund um den Nerv infolge langanhaltenden Drucks und Reizung. Es hat keine Eigenschaft wie Ausbreitung oder Lebensbedrohung. Das eigentliche Problem sind der verursachte Schmerz und die Einschränkung beim Gehen; dies lässt sich meist mit einfachen Maßnahmen bewältigen.
Q2.Reicht ein Schuhwechsel wirklich aus?▼
Bei vielen Patientinnen und Patienten ja. Der Wechsel zu Schuhen mit breiter Zehenbox, flacher und weicher Sohle und das Vermeiden enger, hochhackiger Schuhe verringert den Druck auf den Nerv deutlich. Ergänzt man dies durch eine kleine Stütze hinter den Zehenknochen (Mittelfußpelotte), erfahren die meisten Patientinnen und Patienten deutliche Erleichterung. Diese einfachen Maßnahmen bilden die Grundlage der Behandlung.
Q3.Bleibt nach einer Operation ein Taubheitsgefühl im Fuß zurück?▼
Wird bei der Operation ein Teil des Nervs entfernt, kann in den von diesem Nerv versorgten Zehenzwischenräumen ein dauerhaftes Taubheitsgefühl zurückbleiben; das ist ein zu erwartendes Ergebnis und behindert das Gehen in der Regel nicht. Bei manchen Verfahren wird der Nerv nicht entfernt, sondern nur entlastet. Eine Operation wird bei hartnäckigen Schmerzen erwogen, die auf andere Behandlungen nicht ansprechen, und die möglichen Folgen werden vorher besprochen.
Q4.Warum tritt es bei Frauen häufiger auf?▼
Das Morton-Neurom ist bei Frauen deutlich häufiger als bei Männern; der wichtigste Grund dafür ist, dass enge, spitze und hochhackige Schuhe mehr Druck auf den vorderen Fußbereich und den Nerv in den Zehenzwischenräumen ausüben. Diese Schuhe pressen die Zehenknochen zusammen und reizen den Nerv. Die Anpassung der Schuhwahl ist deshalb der Schlüssel sowohl zur Behandlung als auch zur Vorbeugung.
Q5.Wie wird die Diagnose gestellt?▼
Die Diagnose wird meist durch die Untersuchung gestellt. Das beim seitlichen Zusammendrücken des vorderen Fußbereichs und Pressen zwischen die Zehen spürbare „Klicken“ und die Reproduktion des Schmerzes (Mulder-Test) sind recht wegweisend. Ultraschall oder MRT stellen den verdickten Nerv dar und stützen die Diagnose. Manchmal bestätigt auch das Nachlassen des Schmerzes durch eine Betäubungsspritze in den Bereich die Diagnose.
Q6.Hilft eine Kortison-Injektion?▼
Wird auf einfache Maßnahmen (Schuhwechsel, Pelotte, Physiotherapie) keine ausreichende Besserung erreicht, verringert eine entzündungshemmende (Kortison-)Injektion in den Bereich bei vielen Patientinnen und Patienten den Schmerz; die Wirkung kann vorübergehend oder länger anhaltend sein. Wegen der Wirkung wiederholter Injektionen auf das umliegende Gewebe wird ein häufiges Wiederholen nicht empfohlen. Bei hartnäckigen Schmerzen ohne Ansprechen kommt eine Operation in Betracht.

Kaynaklar

  1. Waldman SD. Atlas of Common Pain Syndromes. 3. baskı. Philadelphia: Saunders/Elsevier; 2012:372-373.
  2. Waldman SD. Atlas of Pain Management Injection Techniques. Philadelphia: Elsevier; 2017:670-671.
  3. Waldman SD. Atlas of Common Pain Syndromes. 2. baskı. Philadelphia: Saunders/Elsevier; 2011:372-373.

Bu içerik akademik kaynaklara dayanılarak hazırlanmıştır ve genel bilgilendirme amaçlıdır; kişiye özel değerlendirme muayene ile yapılır.

Suchen Sie eine andere Erkrankung?

Suchen Sie unter 134 neurochirurgischen Erkrankungen

Beliebte Suchanfragen:

Kontakt und Termin

Dr. Özgür Akşan

Telefon

+90 (232) 404 00 61

WhatsApp

+90 (532) 414 35 35

E-Mail

[email protected]

Adresse

Ziya Gökalp Bulvarı No:28, 35220 Alsancak, Konak/İzmir
35220 Konak/İzmir

Website

www.drozguraksan.com

Weitere Erkrankungen ansehen

Beliebte Suchanfragen:

Dr. Özgür Akşan

Gehirn- und Nervenchirurgie

Vereinbaren Sie einen Termin für ausführliche Informationen und einen individuellen Behandlungsplan.

Termin vereinbaren

Senden Sie Ihre MRT-Aufnahmen

Erhalten Sie über EmarYolla.com eine kostenlose Ersteinschätzung.

MRT senden →

Benötigen Sie Hilfe?

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für eine fachärztliche Einschätzung.

Ayşe & Atlas · unsere KI-Assistenten · sofortige Antworten 24/7
Morton-Neurom (ICD-10: G57.6) | Dr. Özgür Akşan