Blockade des N. radialis/ulnaris/medianus
Nervenblockade zur Schmerzkontrolle im Bereich von Handgelenk und Hand
Was ist diese Behandlung?
Bei diesem Verfahren werden auf Höhe des Handgelenks ein Lokalanästhetikum und/oder ein Steroid um den N. radialis, N. ulnaris und N. medianus injiziert, um die Nervenleitung vorübergehend zu blockieren. Es wird zur Anästhesie bei Eingriffen an Hand und Handgelenk sowie zur diagnostischen Beurteilung nervenbedingter Schmerzen eingesetzt. (Der im Karpaltunnel eingeengte und hier anvisierte Nerv ist der N. medianus.)
Vorteile
- Ermöglicht eine wirksame Schmerzkontrolle und Anästhesie im Zielgebiet
- Hat diagnostischen Wert bei der Bestätigung der Schmerzquelle
- Kann in der Hand- und Handgelenkchirurgie eine Alternative zur Allgemeinanästhesie sein
- Ist ein wiederholbarer und meist ambulant durchführbarer Eingriff
Behandlungsablauf
Der Zielnerv (N. radialis, N. ulnaris oder N. medianus) wird auf Höhe des Handgelenks anhand anatomischer Landmarken und/oder unter Ultraschallkontrolle aufgesucht. Unter sterilen Bedingungen werden mit einer feinen Nadel ein Lokalanästhetikum und bei Bedarf ein Steroid injiziert. Der Patient wird eine Zeit lang überwacht.
Wann wird sie eingesetzt?
- Anästhesie in der Hand- und Handgelenkchirurgie
- Diagnostische Blockade des N. medianus beim Karpaltunnelsyndrom
- Periphere Nervenkompressionssyndrome
- Diagnostische Bestätigung der Schmerzquelle
Genesung und Planung
Nach dem Eingriff kann es zu vorübergehendem Taubheitsgefühl oder Schwäche kommen. Der Patient wird in der Regel am selben Tag entlassen. Die Wirkdauer variiert je nach verwendetem Wirkstoff.
Fachärztliche Einschätzung
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