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Muskel-Nerven-Biopsie

Entnahme diagnostischer Proben aus Muskel- und Nervengewebe in derselben Sitzung

Was ist diese Behandlung?

Es handelt sich um einen Eingriff, bei dem zur umfassenden Beurteilung neuromuskulärer Erkrankungen in derselben chirurgischen Sitzung sowohl aus dem Muskel- als auch aus dem peripheren Nervengewebe eine Biopsie entnommen wird. Er stärkt die Diagnose in komplexen Fällen, in denen eine alleinige Muskel- oder Nervenbiopsie nicht ausreicht.

Vorteile

  • Ermöglicht in einer einzigen Sitzung die Beurteilung sowohl der Muskel- als auch der Nervenpathologie
  • Erleichtert die Unterscheidung zwischen neurogenen und myopathischen Prozessen
  • Erhöht die diagnostische Genauigkeit
  • Erspart der Patientin oder dem Patienten einen zweiten chirurgischen Eingriff

Behandlungsablauf

In der Regel wird die Biopsie aus dem M. gastrocnemius und dem N. suralis über denselben Inzisionsbereich entnommen. Unter Lokalanästhesie werden aus beiden Geweben ausreichende Proben entnommen und an die Pathologie gesandt.

Wann wird sie eingesetzt?

  • Umfassende Diagnose bei komplexen neuromuskulären Erkrankungen
  • Beurteilung einer vaskulitischen Beteiligung an Muskel und Nerv
  • Situationen, in denen neurogene und myopathische Komponenten zugleich vorliegen
  • Erkrankungen des peripheren Nervensystems, deren Diagnose nicht gesichert ist

Genesung und Planung

Nach dem Eingriff können im Biopsiebereich Schmerzen und im Versorgungsgebiet des N. suralis ein Taubheitsgefühl auftreten. Die Fäden werden nach 10-14 Tagen gezogen.

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Muskel-Nerven-Biopsie | Dr. Özgür Akşan