SBRT (Stereotaktische Strahlentherapie)

Ein fortschrittliches Strahlentherapieverfahren, das Tumoren im Körper eine hohe Dosis in wenigen Sitzungen und mit millimetergenauer Präzision verabreicht.

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Stereotaktische Radiochirurgie

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1Überblick

Schnelle und verständliche Informationen für Patientinnen und Patienten

Was ist die Erkrankung?

Symptome

Patientinnen und Patienten mit einem in die Wirbelsäule gestreuten (Metastasen-)Tumor, bei denen eine gezielte Bestrahlung dieses Bereichs erforderlich ist
Patientinnen und Patienten mit Lungenkrebs im Frühstadium, die für eine Operation nicht geeignet sind
Patientinnen und Patienten mit begrenzter Streuung (in der Regel 1–5 Herde), die für eine gezielte Behandlung geeignet sind
Personen mit einem passend großen Tumor in Organen wie Leber, Prostata oder Niere
Situationen, in denen eine kurze Behandlungsdauer (etwa eine Woche) bevorzugt wird
Patientinnen und Patienten, bei denen die Planung im Hinblick auf das Schädigungsrisiko der umliegenden Organe geeignet ist und die in einem erfahrenen Zentrum beurteilt werden

Diagnoseverfahren

Behandlungsverfahren

Gezielte, in wenigen Sitzungen verabreichte hochdosierte Strahlentherapie bei Wirbelsäulenmetastasen
Alternative Behandlung in für eine Operation nicht geeigneten Situationen wie Lungenkrebs im Frühstadium
Gezielte Anwendung an jedem Herd bei einer begrenzten Anzahl von Streuherden (Oligometastasen)
Millimetergenaue Planung vor der Behandlung, Anwendung unter Bildgebung während der Sitzung und anschließend regelmäßige Nachsorge

Häufig gestellte Fragen zu SBRT (Stereotaktische Strahlentherapie)

Q1.Was ist der Unterschied zwischen SBRT und klassischer Strahlentherapie?
Während die klassische Strahlentherapie in zahlreichen, über Wochen andauernden niedrig dosierten Sitzungen erfolgt, fokussiert die SBRT die hohe Dosis in weit weniger Sitzungen (in der Regel 1–5) und mit millimetergenauer Präzision auf das Ziel. Dadurch wird dem Tumor eine kräftige Dosis verabreicht, während die umliegenden gesunden Organe besser geschont werden und sich die Behandlungsdauer verkürzt. Beide eignen sich für unterschiedliche Situationen; die Auswahl erfolgt je nach Beschaffenheit des Tumors.
Q2.Verspüre ich während der Behandlung Schmerzen, werde ich operiert?
Nein. Bei der SBRT wird kein Schnitt gemacht, es findet keine Operation statt, und der Eingriff ist schmerzfrei; die Strahlung wird von außen abgegeben, Sie spüren nichts. Während der Behandlung wird von Ihnen verlangt, ruhig zu bleiben, wozu eine spezielle Lagerung verwendet wird. Nach dem Eingriff kehren die meisten Patientinnen und Patienten am selben Tag nach Hause zurück und setzen ihren Alltag rasch fort.
Q3.Ist jeder Tumor für die SBRT geeignet?
Nein. Die SBRT wird in der Regel bei Tumoren bevorzugt, die in begrenzter Anzahl (meist 1–5 Herde), von passender Größe und in sicherem Abstand zu den umliegenden Organen liegen. Bei sehr großer oder ausgedehnter Erkrankung oder bei sehr organnaher Lage kann sie ungeeignet sein. Über die Eignung entscheiden die Bildgebung und die Beurteilung durch das Gremium.
Q4.Wo wird sie in der Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie eingesetzt?
Aus Sicht der Neurochirurgie wird sie am häufigsten bei in die Wirbelsäule gestreuten (Metastasen-)Tumoren eingesetzt; unter Schonung des Rückenmarks kann eine gezielte hohe Dosis an den Tumor abgegeben werden. In manchen Fällen wird nach der operativen Entlastung des Drucks (Separationschirurgie) der verbliebene Tumor mit SBRT unter Kontrolle gebracht. Dieser Ansatz trägt dazu bei, Schmerzen zu verringern und die Erkrankung lokal zu kontrollieren.
Q5.Gibt es Nebenwirkungen?
Auch wenn das umliegende Gewebe geschont wird, können je nach behandeltem Bereich Nebenwirkungen wie vorübergehende Müdigkeit, Reaktionen der Haut oder des benachbarten Gewebes oder Übelkeit auftreten; bei der Wirbelsäulen-SBRT kann selten eine Schwächung des benachbarten Knochens auftreten. Die meisten Nebenwirkungen sind beherrschbar. Mögliche Risiken werden vor der Behandlung je nach Lage des Ziels mit der Patientin oder dem Patienten besprochen und im Anschluss nachverfolgt.
Q6.Wie viele Sitzungen dauert es?
Einer der deutlichsten Vorteile der SBRT ist ihre kurze Dauer; die Behandlung ist in der Regel in 1 bis 5 Sitzungen abgeschlossen und endet meist innerhalb einer Woche. Jede Sitzung erfolgt unter Bildgebung, und die korrekte Position des Ziels wird bestätigt. Die Anzahl der Sitzungen richtet sich nach Art, Größe und Lage des Tumors.

Kaynaklar

  1. Quiñones-Hinojosa A, ed. Schmidek and Sweet Operative Neurosurgical Techniques. 7th ed. Elsevier; 2021:1067.
  2. Greenberg MS. Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023:1903.
  3. Greenberg MS. Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023:1908.

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SBRT (Stereotaktische Strahlentherapie) (ICD-10: Z51.0) | Dr. Özgür Akşan