Ischämischer Schlaganfall (Hirninfarkt)

Verschluss eines Hirngefäßes

H21 Themenleitfaden

Zerebrovaskuläre Neurologie

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1Überblick

Schnelle und verständliche Informationen für Patientinnen und Patienten

Was ist die Erkrankung?

Symptome

Plötzliche Schwäche oder Taubheit im Gesicht, Arm oder Bein (meist auf einer Körperseite)
Sprachstörung (verwaschene Sprache, Wortfindungsstörung)
Plötzlicher Sehverlust auf einem oder beiden Augen
Plötzlich einsetzender heftiger Kopfschmerz
Gleichgewichtsverlust und gestörte Bewegungskoordination
Bewusstseinstrübung oder -veränderung

Diagnoseverfahren

Behandlungsverfahren

Intravenöse gerinnselauflösende Therapie (tPA)
Geräteunterstützte Entfernung des Gerinnsels (mechanische Thrombektomie)
Gerinnungshemmende (blutverdünnende) Therapie
Neurologische Rehabilitation

Häufig gestellte Fragen zu Ischämischer Schlaganfall (Hirninfarkt)

Q1.Wie kann ich das Rezidivrisiko nach einem ischämischen Schlaganfall verringern?
Je nach Ursache des Schlaganfalls sind eine blutverdünnende Therapie, die Kontrolle von Blutdruck und Cholesterin, das Management der Zuckerkrankheit, der Verzicht auf das Rauchen und eine regelmäßige ärztliche Verlaufskontrolle erforderlich. Auch eine ausgewogene Ernährung und körperliche Aktivität tragen bei. Das Wichtigste ist die regelmäßige Einnahme der Medikamente wie vom Arzt empfohlen; die Behandlung eigenmächtig abzusetzen, erhöht das Risiko.
Q2.Gibt es eine Möglichkeit, die Symptome schnell zu erkennen?
Ja. Ein plötzlich hängender Mundwinkel, Armschwäche und Sprachstörung sind die drei häufigsten Symptome; ist auch nur eines davon vorhanden, muss man ohne Zeitverlust die Notaufnahme aufsuchen. Beim Schlaganfall ist Zeit sehr wertvoll, denn früh eingeleitete Behandlungen können zum Schutz des Hirngewebes beitragen.
Q3.Wann und wie sollte die Rehabilitation beginnen?
Nachdem der Patient medizinisch in einen sicheren Zustand gekommen ist, trägt ein möglichst früher Beginn zur Genesung bei. Das Programm umfasst Physiotherapie, Sprach- und Schlucktherapie sowie bei Bedarf Übungen zu geistigen Fähigkeiten und wird für jeden Patienten individuell gestaltet. Eine regelmäßige und kontinuierliche Rehabilitation ist für die Wiedererlangung der Funktionen entscheidend.
Q4.Ist jede Sprachstörung ein Schlaganfall?
Nicht immer; eine Sprachstörung kann auch andere Ursachen haben. Eine plötzlich einsetzende Sprachstörung sollte jedoch, besonders wenn ein hängender Mundwinkel oder eine Armschwäche hinzukommen, notfallmäßig im Hinblick auf einen Schlaganfall beurteilt werden. In unsicheren Situationen ist es der sicherste Weg, sich ohne Zeitverlust vorzustellen.
Q5.Sind vorübergehende (kurz auftretende und wieder verschwindende) Symptome wichtig?
Sie sind sehr wichtig. Eine kurz anhaltende und vollständig wieder verschwindende Schwäche, Sprach- oder Sehstörung kann eine transitorische ischämische Attacke (TIA) sein und gilt als Vorbote eines bevorstehenden Schlaganfalls. Auch wenn die Beschwerde vergeht, muss sie unbedingt abgeklärt werden; denn eine geeignete Vorbeugebehandlung kann helfen, den eigentlichen Schlaganfall zu verhindern.
Q6.Kehrt man nach einem Schlaganfall wieder ins normale Leben zurück?
Viele Patienten kehren mit geeigneter Behandlung und Rehabilitation weitgehend in ihren Alltag zurück; der Grad der Genesung hängt von der Größe des Schlaganfalls, der betroffenen Region und davon ab, wie früh die Behandlung begonnen wurde. Der Prozess erfordert Geduld und ist von Person zu Person unterschiedlich. Regelmäßige Verlaufskontrolle und Unterstützung sind erforderlich, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Kaynaklar

  1. Greenberg MS. Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023:1562-1563.
  2. Greenberg MS. Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023:1589.
  3. Cerebrovascular Neurosurgery (2019:159-163.
  4. Chartrain AG, et al. Complications of Endovascular Thrombectomy. In: Cerebrovascular and Endovascular Neurosurgery. Springer; 2018:378.

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Ischämischer Schlaganfall (Hirninfarkt) (ICD-10: I63) | Dr. Özgür Akşan