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Was ist die Erkrankung?

Symptome

Plötzliche starke Kopfschmerzen
Übelkeit und Erbrechen
Fokale neurologische Ausfälle
Bewusstseinsveränderung
Krampfanfälle
Koma

Diagnoseverfahren

Behandlungsverfahren

Notfallmäßige chirurgische Hämatomentleerung
Kraniotomie
Medikamentöse unterstützende Behandlung
Rehabilitation

Häufig gestellte Fragen zu Hirnblutung

Q1.Verursacht Bluthochdruck eine Hirnblutung?
Ja, unkontrollierter Bluthochdruck ist die wichtigste Ursache einer Hirnblutung (50–60 % der Fälle). Chronischer Bluthochdruck schädigt die kleinen Gefäße im Gehirn (Lipohyalinose) und führt zu Mikroaneurysmen. Diese Gefäße reißen mit der Zeit und verursachen eine Blutung. Die Blutdruckkontrolle ist von entscheidender Bedeutung, um eine Hirnblutung zu verhindern.
Q2.Was wird bei einer Hirnblutung bei einem Patienten unter Antikoagulanzien getan?
Die dringende Korrektur der Koagulopathie ist lebensrettend. Für Warfarin wird Prothrombinkomplex-Konzentrat (PCC) + Vitamin K gegeben, für Dabigatran Idarucizumab, für Rivaroxaban/Apixaban Andexanet alfa. Bei niedrigen Thrombozyten wird eine Transfusion durchgeführt. Nachdem die Blutung unter Kontrolle gebracht wurde, wird der Zeitpunkt für die Wiederaufnahme der Antikoagulation (in der Regel 4–6 Wochen) beurteilt.
Q3.Ist bei einer Hirnblutung eine Operation zwingend erforderlich?
Nein, kleine Blutungen (<30 mL, Mittellinienverlagerung <5 mm) werden medikamentös überwacht. Bei Kleinhirnblutungen >3 cm oder mit Hirnstammkompression ist eine dringende Operation zwingend erforderlich. Bei supratentoriellen Blutungen >30 mL, mit Raumforderungseffekt oder klinischer Verschlechterung wird eine Operation erwogen. Tief gelegene Blutungen werden in der Regel nicht operiert.
Q4.Was ist eine zerebrale Amyloidangiopathie?
Es handelt sich um eine Erkrankung, die bei älteren Menschen durch die Ablagerung von Amyloidprotein in den Hirngefäßen entsteht. Sie verursacht wiederkehrende lobäre (an der Hirnoberfläche gelegene) Blutungen. Im MRT zeigen sich multiple Mikroblutungen (Microbleeds). Der Unterschied zu hypertensiven Blutungen sind die lobäre Lokalisation und die Mikroblutungen. Die Behandlung besteht in der Blutdruckkontrolle und im Verzicht auf Antikoagulanzien/Thrombozytenaggregationshemmer.
Q5.Ist nach einer Hirnblutung eine vollständige Erholung möglich?
Bei kleinen Blutungen und gutem neurologischem Zustand (GCS 13–15) ist eine vollständige Erholung möglich. Große Blutungen, tiefe Lokalisation, höheres Alter und ein schlechter Ausgangszustand (GCS <8) sind jedoch Zeichen einer schlechten Prognose. Eine frühe und intensive Rehabilitation verbessert die funktionelle Erholung. Durchschnittlich können 40 % der Patienten selbstständig leben, 40 % bleiben pflegebedürftig, 20 % versterben.

Kaynaklar

  1. Greenberg MS. Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023:1555-1630.
  2. Winn HR, ed. Youmans and Winn Neurological Surgery. 6th ed. Elsevier; 2011:3771-3848.
  3. Quiñones-Hinojosa A, ed. Schmidek and Sweet Operative Neurosurgical Techniques. 7th ed. Elsevier; 2021:628-707.
  4. Gandhi CD, Prestigiacomo CJ, eds. Cerebrovascular and Endovascular Neurosurgery: Complication Avoidance and Management. Springer; 2018:137-196.
  5. Nakaji P, Levitt MR, eds. Cerebrovascular Neurosurgery. Oxford University Press; 2019:174-254.

Bu içerik akademik kaynaklara dayanılarak hazırlanmış bilgilendirme amaçlıdır; tanı ve tedavi kararları için hekiminize başvurunuz.

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