Epiduralhämatom (intrakranielle Blutung)

Blutung zwischen Schädelknochen und harter Hirnhaut

H08 Themenleitfaden

Traumatische Hirnverletzungen

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1Überblick

Schnelle und verständliche Informationen für Patientinnen und Patienten

Was ist die Erkrankung?

Symptome

Kopfschmerzen nach dem Trauma
Bewusstseinsverlust nach einem kurzen freien (beschwerdefreien) Intervall
Größenunterschied der Pupillen (eine Pupille größer als die andere)
Schwäche einer Körperhälfte
Übelkeit und Erbrechen
Verlangsamter Puls und ansteigender Blutdruck

Diagnoseverfahren

Behandlungsverfahren

Notoperation (Eröffnung des Schädels und Entleerung der Blutung)
Entleerung der Blutung und Kontrolle der Blutungsquelle
Entleerung über ein kleines Bohrloch (in ausgewählten Fällen)
Engmaschige Überwachung auf der Intensivstation

Häufig gestellte Fragen zu Epiduralhämatom (intrakranielle Blutung)

Q1.Erfordert ein Epiduralhämatom eine Notoperation?
Große Blutungen oder Personen mit sich verschlechternden neurologischen Befunden erfordern eine Notoperation. Ein Eingreifen innerhalb der ersten Stunden nach dem Trauma kann lebensrettend sein und führt oft zu einer vollständigen Erholung. Kleine und symptomlose Blutungen können engmaschig überwacht werden. Blutungen im hinteren unteren Bereich des Kopfes (hintere Schädelgrube) werden unabhängig von ihrer Größe als Notfall beurteilt.
Q2.Was ist das freie Intervall (luzides Intervall)?
Es ist ein klassisches Bild, das bei manchen Betroffenen auftritt: nach dem Trauma ein kurzer Bewusstseinsverlust, danach ein Zeitraum, in dem die Person eine Weile vollständig wach und normal erscheint, anschließend – wenn die Blutung größer wird – erneute Bewusstseinstrübung und zunehmend tiefere Schläfrigkeit. Dieses freie Intervall zeigt sich nicht bei jeder Person; viele Betroffene haben nach dem Trauma eine anhaltende Bewusstseinstrübung. Das Erkennen dieses Zeitraums bietet die Chance für eine frühe Diagnose.
Q3.Wie unterscheidet sich ein Epiduralhämatom von einer Blutung unterhalb der Hirnhaut (Subduralhämatom)?
Im CT stellt sich ein Epiduralhämatom linsenförmig dar und überschreitet die Schädelnähte nicht. Eine Blutung unterhalb der Hirnhaut (Subduralhämatom) ist hingegen halbmondförmig und kann die Nähte überschreiten. Ein Epiduralhämatom tritt meist im Schläfenbereich und zusammen mit einem Schädelbruch auf. Beide sind Zustände, die eine notfallmäßige Beurteilung erfordern können.
Q4.Wie ist der Verlauf eines Epiduralhämatoms?
Bei früher Diagnose und Behandlung sind die Ergebnisse in der Regel sehr gut. Die große Mehrheit der Personen, die bei klarem Bewusstsein innerhalb der ersten Stunden operiert werden, erholt sich vollständig. Ist das Bewusstsein stark eingetrübt und sind beide Pupillen erweitert, steigt das Risiko. Da eine späte Diagnose die Ergebnisse ungünstig beeinflusst, ist die Überwachung der Beschwerden nach einem Kopftrauma wichtig.
Q5.Kann ein kleines Epiduralhämatom überwacht werden?
Ja. Bei kleinen, symptomlosen Blutungen und voll erhaltenem Bewusstsein kann statt einer Operation eine engmaschige Überwachung erfolgen. Die betroffene Person wird auf der Intensivstation in kurzen Abständen untersucht und nach einigen Stunden mit einer Kontroll-CT überprüft. Verschlechtert sich das Bewusstsein oder nimmt die Blutung zu, wird sofort operiert.

Kaynaklar

  1. Greenberg MS. Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023.
  2. Winn HR, ed. Youmans and Winn Neurological Surgery. 6th ed. Elsevier; 2011.
  3. Quiñones-Hinojosa A, ed. Schmidek and Sweet Operative Neurosurgical Techniques. 7th ed. Elsevier; 2021.

Bu içerik akademik kaynaklara dayanılarak hazırlanmış bilgilendirme amaçlıdır; tanı ve tedavi kararları için hekiminize başvurunuz.

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