Chronisch-traumatische Enzephalopathie (Hirnschädigung durch wiederholte Kopfverletzungen)

Eine langsam fortschreitende Hirnerkrankung, die sich über viele Jahre nach wiederholten Kopfstößen entwickelt.

H08 Themenleitfaden

Traumatische Hirnverletzungen

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1Überblick

Schnelle und verständliche Informationen für Patientinnen und Patienten

Was ist die Erkrankung?

Symptome

Depression und deutliche Stimmungsschwankungen
Impulsivität, Schwierigkeiten bei der Impulskontrolle und Verhaltensänderungen
Gedächtnisschwäche und Schwierigkeiten, neue Informationen zu lernen
Probleme bei Aufgaben, die Planung, Organisation und Aufmerksamkeit erfordern
Im fortgeschrittenen Verlauf Nachlassen der Denkfunktionen (Demenz)
Im späteren Verlauf Bewegungsverlangsamung, Zittern oder Gleichgewichtsstörungen

Diagnoseverfahren

Behandlungsverfahren

Geeignete medikamentöse Behandlung und Psychotherapie bei Depression und Stimmungsproblemen
Stimmungsstabilisierende Medikamente bei Impulsivität und Reizbarkeit
Medikamente und Übungen der Denkfunktionen bei Gedächtnis- und Denkstörungen
Vorbeugung: Reduzierung wiederholter Stöße, Bewegung, ausgewogene Ernährung und geregelter Schlaf

Häufig gestellte Fragen zu Chronisch-traumatische Enzephalopathie (Hirnschädigung durch wiederholte Kopfverletzungen)

Q1.Ich hatte ein bis zwei Gehirnerschütterungen – kann sich diese Erkrankung bei mir entwickeln?
Das Risiko, dass ein bis zwei Gehirnerschütterungen zu dieser Erkrankung führen, ist recht gering. Das Risiko steht in Zusammenhang mit über viele Jahre andauernden, zahlreichen wiederholten Kopfstößen, einer langen Sportlerkarriere, einem frühen Beginn und bestimmten genetischen Faktoren. Wenn nach dem Ausscheiden aus dem Sport über lange Zeit keine Beschwerden auftreten, spricht das für ein geringeres Risiko. Bestehen dennoch verdächtige Symptome wie Depression, Gedächtnisverlust oder Persönlichkeitsveränderungen, wird eine neurologische oder psychiatrische Abklärung empfohlen.
Q2.Gibt es eine Behandlung für diese Erkrankung?
Eine Behandlung, die den Verlauf der Erkrankung aufhält oder umkehrt, gibt es bisher nicht. Die verfügbaren Behandlungen zielen auf die Linderung der Beschwerden ab: Medikamente gegen Depression, bestimmte Medikamente bei Denkstörungen, Psychotherapie und Übungen für die Denkfunktionen. Neue Behandlungen, die auf das Tau-Protein abzielen, befinden sich im Forschungsstadium. Der wichtigste Schritt ist die Vorbeugung, das heißt, wiederholte Kopfstöße zu vermeiden oder zu reduzieren.
Q3.Kann die Diagnose zu Lebzeiten sicher gestellt werden?
Die sichere Diagnose kann derzeit nur nach dem Tod durch eine Untersuchung des Gehirns gestellt werden. Zu Lebzeiten wird eine „mögliche/wahrscheinliche“ Diagnose gestellt, indem die Vorgeschichte wiederholter Verletzungen, Denk- und Verhaltenssymptome sowie Bildgebungsbefunde gemeinsam beurteilt werden. Zu Bildgebungsverfahren, die das Tau-Protein darstellen, sowie zu Blut- und Nervenwasser-Markern wird geforscht, doch diese sind noch kein sicheres Diagnosemittel für den klinischen Alltag.

Kaynaklar

  1. Greenberg MS. Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023.
  2. Osborn AG, Hedlund GL, Salzman KL. Osborn's Brain: Imaging, Pathology, and Anatomy. 2nd ed. Elsevier; 2018.
  3. Winn HR, ed. Youmans and Winn Neurological Surgery. 6th ed. Elsevier; 2011.

Bu içerik akademik kaynaklara dayanılarak hazırlanmış bilgilendirme amaçlıdır; tanı ve tedavi kararları için hekiminize başvurunuz.

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