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Stereotaktische Hirnbiopsie

Methode zur sicheren Gewebediagnostik bei tief oder empfindlich gelegenen Hirnläsionen

Was ist diese Behandlung?

Die stereotaktische Hirnbiopsie ist ein diagnostischer neurochirurgischer Eingriff, der es ermöglicht, mit millimetergenauer Planung Gewebeproben aus Läsionen zu entnehmen, die in tiefen oder funktionell empfindlichen Regionen des Gehirns liegen. Ziel ist nicht die Entfernung der Raumforderung, sondern die Klärung der pathologischen Diagnose durch die Gewinnung einer ausreichenden Gewebeprobe auf dem sichersten Weg. Besonders bei primären Hirntumoren, Lymphomen, Infektionen, demyelinisierenden Läsionen oder mit Bildgebung schwer unterscheidbaren Raumforderungen bildet sie die Grundlage des Behandlungsplans.

Vorteile

  • Ermöglicht durch millimetergenaue Planung einen sicheren Zugang zu tief gelegenen Läsionen
  • Macht es möglich, im Vergleich zur offenen Resektion mit einem begrenzteren Gewebeeingriff eine Diagnose zu stellen
  • Klärt die pathologische Diagnose und stellt die Entscheidung über Chemotherapie, Strahlentherapie oder Operation auf eine korrekte Grundlage
  • Verringert diagnostische Unsicherheiten besonders in riskanten anatomischen Regionen

Behandlungsablauf

Am Kopf der Patientin oder des Patienten wird ein stereotaktisches System angebracht oder eine rahmenlose Navigationsplanung durchgeführt. Auf Grundlage von CT- und/oder MRT-Aufnahmen werden die dreidimensionalen Koordinaten der Zielläsion berechnet. Über ein kleines Bohrloch wird die Biopsienadel vorgeschoben und es werden Gewebeproben aus dem Zielbereich entnommen. Nach dem Eingriff können eine kurze Überwachung und eine zusätzliche Bildgebung zur Blutungskontrolle geplant werden.

Wann wird sie eingesetzt?

  • Bei tief gelegenen Hirnläsionen, deren direkte Entfernung ein hohes Risiko birgt
  • Bei Raumforderungen, bei denen mittels Bildgebung keine sichere Diagnose gestellt werden kann
  • In Situationen, in denen die Unterscheidung zwischen Lymphom, Infektion oder Tumor entscheidend ist
  • Wenn vor der Behandlungsentscheidung eine pathologische Bestätigung erforderlich ist

Genesung und Planung

Nach der stereotaktischen Biopsie ist der Nachbeobachtungsverlauf bei den meisten Patienten leichter als bei der offenen Chirurgie; entscheidend ist jedoch die diagnostische Qualität der entnommenen Gewebeprobe. Nach dem Eingriff ist eine engmaschige Überwachung hinsichtlich Blutung, neurologischer Veränderung oder Kopfschmerzen erforderlich. Der nächste Schritt ist die Gestaltung eines multidisziplinären Behandlungsplans entsprechend dem Biopsieergebnis.

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Kraniale Chirurgie (Gehirnchirurgie)

Chirurgische Behandlung gutartiger und bösartiger Hirntumoren, zerebrale Gefäßerkrankungen und Behandlung des Hydrozephalus.

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Seltene Tumoren unterschiedlicher Art, die in der tief im Gehirn gelegenen Zirbeldrüse und ihrer Umgebung entstehen.

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Chirurgische Behandlungen | Dr. Özgür Akşan - Moderne OP-Verfahren