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Tumoren im 4. Ventrikel

Operative Behandlung von Tumoren im 4. Ventrikel

Was ist diese Behandlung?

Bei Tumoren im 4. Ventrikel handelt es sich um die operative Entfernung von Raumforderungen, die sich im Hohlraum des vierten Ventrikels zwischen Hirnstamm und Kleinhirn entwickeln. In dieser Region können Läsionen wie Ependymome, Medulloblastome und Plexus-choroideus-Tumoren auftreten; da der Tumor den Hirnwasserkreislauf verlegen und einen Hydrozephalus verursachen kann, erfolgen die Beurteilung und die Operationsplanung entsprechend dieser Situation.

Vorteile

  • Durch die Entfernung des Tumors wird die Gewebediagnose gestellt und eine geeignete ergänzende Behandlung kann geplant werden
  • Ein Hydrozephalus infolge einer Verlegung des Hirnwasserabflusses kann behoben werden
  • Aufgrund der Nachbarschaft zu Hirnstamm und Hirnnerven ist der Erhalt der neurologischen Funktionen die Priorität der Operation
  • Der Eingriff wird unter Neuromonitoring und mit mikrochirurgischer Technik geplant

Behandlungsablauf

Unter Vollnarkose wird die Operation in der Regel in Bauch- oder sitzender Lagerung durchgeführt. Über eine suboccipitale Kraniotomie wird die hintere Schädelgrube erreicht; für den Zugang zum Ventrikel wird häufig der telovelare Zugang zwischen den Kleinhirntonsillen bevorzugt, anstatt das Kleinhirn zu durchtrennen. Der Tumor wird unter Beachtung der Nachbarschaft zum Hirnstammboden mikrochirurgisch entfernt. Während des gesamten Eingriffs werden die Funktionen der Hirnnerven und des Hirnstamms elektrophysiologisch überwacht.

Wann wird sie eingesetzt?

  • Operative Entfernung von Tumoren im vierten Ventrikel
  • Stellung der Gewebediagnose und Festlegung der Behandlungsrichtung je nach Tumorart
  • Behebung von tumorbedingtem Verschlusshydrozephalus und erhöhtem Hirndruck
  • Verringerung des Drucks auf Hirnstamm und Hirnnerven

Genesung und Planung

Nach der Operation werden Sie engmaschig überwacht; aufgrund der Nachbarschaft zum Hirnstamm werden insbesondere Schluckvermögen, Gleichgewicht und Augenbewegungen beurteilt. Bei einigen Patientinnen und Patienten kann ein zusätzlicher Eingriff zur Sicherung des Hirnwasserkreislaufs erforderlich sein. Der Entlassungs- und Rehabilitationsplan richtet sich nach dem klinischen Bild und dem pathologischen Befund.

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Kraniale Chirurgie (Gehirnchirurgie)

Chirurgische Behandlung gutartiger und bösartiger Hirntumoren, zerebrale Gefäßerkrankungen und Behandlung des Hydrozephalus.

B - Fachbereiche

Wirbelsäulenchirurgie

Behandlung von Bandscheibenvorfällen der Lenden- und Halswirbelsäule, Spinalkanalstenose, Wirbelgleiten, Rückenmarkstumoren und Skoliose.

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Pädiatrische Neurochirurgie

Chirurgische Behandlung von Erkrankungen des Gehirns und Nervensystems bei Kindern mit speziellen Behandlungsansätzen.

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Tiefe Hirnstimulation (DBS), Epilepsiechirurgie, Schmerzbehandlung und Bewegungsstörungen.

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Behandlung chronischer Schmerzen, Nervenblockaden, RF-Thermokoagulation und Epiduroskopie.

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Periphere Nervenchirurgie

Behandlung des Karpaltunnelsyndroms, des Kubitaltunnelsyndroms und peripherer Nervenverletzungen.

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Der bei Erwachsenen häufigste, schnell wachsende bösartige Hirntumor

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Aggressive Lymphomform mit Ursprung im zentralen Nervensystem

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Pilozytisches Astrozytom

Der häufigste gutartige Hirntumor bei Kindern

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Diffuses Mittellinien-Gliom (DMG)

Ein rasch verlaufender Hirntumor, der bei Kindern in den Mittellinienstrukturen des Gehirns, besonders im Hirnstamm, entsteht.

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ATRT (Atypischer Teratoider Rhabdoidtumor)

Ein seltener, rasch verlaufender Hirntumor, der bei Säuglingen und kleinen Kindern auftritt.

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Ästhesioneuroblastom (Riechnerventumor)

Ein seltener Tumor, der von den Riechnervenzellen im oberen Bereich der Nase ausgeht.

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Tumoren der Pinealisregion

Seltene Tumoren unterschiedlicher Art, die in der tief im Gehirn gelegenen Zirbeldrüse und ihrer Umgebung entstehen.

H - Erkrankungen

Quellen

Geprüfte Fachbücher der Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie, die den medizinischen Rahmen dieser Behandlung stützen.

  1. Quiñones-Hinojosa A, ed. Schmidek and Sweet: Operative Neurosurgical Techniques: Indications, Methods and Results. 7th ed. Elsevier; 2021:212.
  2. Winn HR, ed. Youmans Neurological Surgery. 6th ed. Saunders; 2011.
  3. Badie B, ed. Neurosurgical Operative Atlas: Neuro-Oncology. 2nd ed. Thieme; 2007.
  4. Rhoton AL Jr. Rhoton’s Cranial Anatomy and Surgical Approaches. Oxford University Press; 2019.

Lernen Sie Ihre Behandlungsoptionen kennen

Lassen Sie uns gemeinsam die für Ihre Erkrankung am besten geeignete Behandlungsmethode bestimmen.

Tumoren im 4. Ventrikel | Dr. Özgür Akşan