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Hirnabszess, Aspiration über ein Bohrloch

Entleerung eines Hirnabszesses über eine kleine Öffnung

Was ist diese Behandlung?

Die Aspiration eines Hirnabszesses über ein Bohrloch ist die Entleerung einer im Gehirn entstandenen eitrigen Infektionsansammlung (Abszess) mit einer Nadel über eine kleine Schädelöffnung (Bohrloch). Ziel sind die Entleerung des Eiters, der Nachweis des Erregers und die Verringerung der Raumforderungswirkung; die Behandlung erfolgt zusammen mit einer geeigneten Antibiotikagabe.

Vorteile

  • Ermöglicht durch die Entleerung des eitrigen Inhalts die Verringerung der Raumforderungswirkung
  • Es wird über eine kleine Öffnung eine gezielte Aspiration durchgeführt
  • Zielt auf den Erhalt der neurologischen Funktionen ab
  • Durch die entnommene Probe wird der Erreger nachgewiesen und ein geeignetes Antibiotikum ausgewählt

Behandlungsablauf

Unter Vollnarkose wird der Abszess über eine kleine Schädelöffnung (Bohrloch) mit einer Nadel erreicht und der eitrige Inhalt aspiriert. Die entnommene Probe wird zur mikrobiologischen Untersuchung geschickt; zugleich wird eine geeignete antimikrobielle Therapie durchgeführt.

Wann wird sie eingesetzt?

  • Entleerung des eitrigen Inhalts eines Hirnabszesses
  • Behebung abszessbedingter neurologischer Symptome
  • Verringerung der Raumforderungswirkung und des Hirndrucks
  • Probeentnahme zur Erregerdiagnose

Genesung und Planung

Nach der Operation wird der neurologische Zustand überwacht und die Antibiotikatherapie fortgesetzt. Der Rückgang des Abszesses wird mittels Bildgebung verfolgt. Die Entlassung wird nach dem klinischen Bild geplant.

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Hirnabszess, Aspiration über ein Bohrloch | Dr. Özgür Akşan