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Chirurgie von Hirnstammläsionen/-tumoren

Chirurgie von Läsionen und Tumoren des Hirnstamms

Was ist diese Behandlung?

Die Chirurgie von Hirnstammläsionen/-tumoren ist die operative Beurteilung von Raumforderungen oder Läsionen im Hirnstamm, in dem Atmung, Herzrhythmus, Bewusstsein und die Hirnnerven gesteuert werden. Da der Hirnstamm dicht mit lebenswichtigen Kernen und Nervenbahnen durchsetzt ist, gilt diese Chirurgie als hochriskant; daher ist nicht jede Läsion für eine Operation geeignet, und die Operationsentscheidung wird anhand der Bildgebung und der Lage der Läsion getroffen.

Vorteile

  • Bei geeignet ausgewählten Läsionen wird die Gewebediagnose gestellt und die Behandlungsrichtung festgelegt
  • Beschwerden infolge des Drucks auf den Hirnstamm können bei einigen Patientinnen und Patienten verringert werden
  • Die Priorität der Operation ist der Erhalt der lebenswichtigen Hirnstammfunktionen und der Hirnnerven
  • Der Eingriff wird über sichere Eintrittszonen und unter kontinuierlichem Neuromonitoring geplant

Behandlungsablauf

Unter Vollnarkose wird der Hirnstamm je nach Lage der Läsion über eine geeignete Kraniotomie erreicht. Für den Eintritt in die Hirnstammoberfläche werden definierte „sichere Eintrittszonen“ genutzt, die die Nervenbahnen möglichst wenig schädigen. Während des gesamten Eingriffs erfolgt eine kontinuierliche Überwachung mit motorisch evozierten Potenzialen, dem Mapping der Hirnnervenkerne und weiteren elektrophysiologischen Verfahren; der Läsion wird mit mikrochirurgischer Technik angenähert.

Wann wird sie eingesetzt?

  • Operative Beurteilung von Tumoren oder Läsionen im Hirnstamm in geeigneten Fällen
  • Stellung der Gewebediagnose und Festlegung des Behandlungsplans
  • Beurteilung von läsionsbedingten Beschwerden der Hirnnerven, des Gleichgewichts oder der Bewegung
  • Verringerung der Raumforderungswirkung auf den Hirnstamm

Genesung und Planung

Nach der Operation werden Sie auf der Intensivstation engmaschig überwacht; Atmung, Schluckvermögen, Augenbewegungen und Muskelkraft werden detailliert beurteilt. Vorübergehende Ausfälle der Hirnnervenfunktion können auftreten und eine Rehabilitation erforderlich machen. Der Entlassungs- und Nachsorgeplan richtet sich nach dem klinischen Bild und dem pathologischen Befund.

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569 Ergebnisse gefunden

Kraniale Chirurgie (Gehirnchirurgie)

Chirurgische Behandlung gutartiger und bösartiger Hirntumoren, zerebrale Gefäßerkrankungen und Behandlung des Hydrozephalus.

B - Fachbereiche

Wirbelsäulenchirurgie

Behandlung von Bandscheibenvorfällen der Lenden- und Halswirbelsäule, Spinalkanalstenose, Wirbelgleiten, Rückenmarkstumoren und Skoliose.

B - Fachbereiche

Pädiatrische Neurochirurgie

Chirurgische Behandlung von Erkrankungen des Gehirns und Nervensystems bei Kindern mit speziellen Behandlungsansätzen.

B - Fachbereiche

Funktionelle Neurochirurgie

Tiefe Hirnstimulation (DBS), Epilepsiechirurgie, Schmerzbehandlung und Bewegungsstörungen.

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Schmerzchirurgie

Behandlung chronischer Schmerzen, Nervenblockaden, RF-Thermokoagulation und Epiduroskopie.

B - Fachbereiche

Periphere Nervenchirurgie

Behandlung des Karpaltunnelsyndroms, des Kubitaltunnelsyndroms und peripherer Nervenverletzungen.

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Meningeom (Hirnhauttumor)

Von den Hirnhäuten ausgehender, meist gutartiger und häufigster Hirntumor

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Glioblastom (GBM)

Der bei Erwachsenen häufigste, schnell wachsende bösartige Hirntumor

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Astrozytom

Tumor, der aus den Stützzellen des Gehirns entsteht

H - Erkrankungen

Oligodendrogliom

Aus dem Hirngewebe hervorgehender, langsam wachsender Tumor mit vergleichsweise günstigem Verlauf

H - Erkrankungen

Ependymom

Tumor, der aus der Auskleidung der flüssigkeitsgefüllten Hohlräume entsteht

H - Erkrankungen

Medulloblastom

Häufigster bösartiger Hirntumor bei Kindern

H - Erkrankungen

Hirnmetastasen

Häufigster Hirntumor bei Erwachsenen – Ausbreitung eines Krebses aus dem Körper ins Gehirn

H - Erkrankungen

Primäres ZNS-Lymphom

Aggressive Lymphomform mit Ursprung im zentralen Nervensystem

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Hämangioblastom

Gutartiger, gefäßreicher Tumor des Gehirns und des Rückenmarks

H - Erkrankungen

Pilozytisches Astrozytom

Der häufigste gutartige Hirntumor bei Kindern

H - Erkrankungen

Diffuses Mittellinien-Gliom (DMG)

Ein rasch verlaufender Hirntumor, der bei Kindern in den Mittellinienstrukturen des Gehirns, besonders im Hirnstamm, entsteht.

H - Erkrankungen

ATRT (Atypischer Teratoider Rhabdoidtumor)

Ein seltener, rasch verlaufender Hirntumor, der bei Säuglingen und kleinen Kindern auftritt.

H - Erkrankungen

Ästhesioneuroblastom (Riechnerventumor)

Ein seltener Tumor, der von den Riechnervenzellen im oberen Bereich der Nase ausgeht.

H - Erkrankungen

Tumoren der Pinealisregion

Seltene Tumoren unterschiedlicher Art, die in der tief im Gehirn gelegenen Zirbeldrüse und ihrer Umgebung entstehen.

H - Erkrankungen

Quellen

Geprüfte Fachbücher der Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie, die den medizinischen Rahmen dieser Behandlung stützen.

  1. Quiñones-Hinojosa A, ed. Schmidek and Sweet: Operative Neurosurgical Techniques: Indications, Methods and Results. 7th ed. Elsevier; 2021:659.
  2. Winn HR, ed. Youmans Neurological Surgery. 6th ed. Saunders; 2011.
  3. Greenberg MS. Greenberg’s Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023.
  4. Nader R, Gragnaniello C, Berta SC, Sabbagh AJ, Levy ML, eds. Neurosurgery Tricks of the Trade: Cranial. Thieme; 2014.

Lernen Sie Ihre Behandlungsoptionen kennen

Lassen Sie uns gemeinsam die für Ihre Erkrankung am besten geeignete Behandlungsmethode bestimmen.

Chirurgie von Hirnstammläsionen/-tumoren | Dr. Özgür Akşan