C1-Massa-Schraube (Jefferson-Fraktur)
Durchführung einer C1-Massa-Schraube (Jefferson-Fraktur)
Was ist diese Behandlung?
Die C1-Lateralmasse-Schraube ist ein Fixationsverfahren, das bei Frakturen des ersten Halswirbels (Atlas) angewandt wird, insbesondere bei der als Jefferson-Fraktur bekannten Berstungsfraktur (Burst) des Atlas und einer damit einhergehenden atlantoaxialen Instabilität. Die Schraube wird in die Lateralmasse des Atlas eingebracht, wodurch in der Regel zusammen mit C2 eine stabile Verbindung hergestellt wird.
Vorteile
- Zielt auf die Beseitigung der Beweglichkeit infolge der Atlasfraktur und der atlantoaxialen Instabilität ab
- Bezweckt die Unterstützung einer stabilen Verwachsung des C1-C2-Segments
- Ermöglicht die Steuerung der Schraubenplatzierung unter intraoperativer Bildgebung
- Zielt auf die Wiederherstellung des mechanischen Gleichgewichts am Kopf-Hals-Übergang ab
Behandlungsablauf
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose über einen Zugang von hinten (posterior). Unter Durchleuchtung wird eine Schraube in die Lateralmasse des Atlas (C1) eingebracht; meist wird durch Verbindung mit einer C2-Schraube (Pars/Pedikel) eine atlantoaxiale Fixation gebildet.
Wann wird sie eingesetzt?
- Behandlung der Jefferson-Fraktur (Berstungsfraktur des Atlas)
- Atlantoaxiale Instabilität infolge einer Insuffizienz des Ligamentum transversum
- Fixation einer Instabilität des Kopf-Hals-Übergangs
- Unterstützung der Verwachsung des C1-C2-Segments
Genesung und Planung
Nach der Operation wird der neurologische Zustand überwacht; benachbarte Strukturen wie die Arteria vertebralis und die C2-Nervenwurzel werden sorgfältig beurteilt. Die Verwachsung wird mittels Bildgebung nachverfolgt, der Heilungsplan wird nach dem klinischen Bild festgelegt.
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