Kallosotomie
Durchtrennung des Balkens zur Verringerung der Anfallsausbreitung
Was ist diese Behandlung?
Die Kallosotomie ist eine palliative Operation bei medikamentenresistenter Epilepsie, bei der der Balken (Corpus callosum), der die beiden Hirnhälften miteinander verbindet, durchtrennt wird, um die Ausbreitung des Anfalls zwischen den Hemisphären zu verringern. Sie entfernt nicht den Anfallsfokus; sie zielt insbesondere bei Sturzanfällen (atonisch/tonisch) darauf ab, Schwere und Häufigkeit der Anfälle zu verringern.
Vorteile
- Zielt auf die Verringerung der Anfallsausbreitung zwischen den Hemisphären ab
- Zielt insbesondere darauf ab, Häufigkeit und Schwere von Sturzanfällen zu verringern
- Bietet in Fällen, in denen der Anfallsfokus nicht entfernt werden kann, eine palliative Option
- Wird unter Bildgebung und Monitoring durchgeführt
Behandlungsablauf
Unter Vollnarkose wird über eine Kraniotomie der Raum zwischen den Hemisphären erreicht und der Balken (vollständig oder nach vorne gerichtet teilweise) durchtrennt. Während des gesamten Eingriffs werden die benachbarten Gefäße und Gewebe geschont.
Wann wird sie eingesetzt?
- Verringerung der Anfallsausbreitung bei medikamentenresistenter Epilepsie
- Palliative Behandlung atonischer/tonischer Sturzanfälle (Drop Attacks)
- Generalisierte/beidseitige Epilepsien, bei denen der Anfallsfokus nicht entfernt werden kann
- Verringerung des Verletzungsrisikos infolge von Anfällen
Genesung und Planung
Nach der Operation wird der neurologische Zustand beurteilt; vorübergehende Diskonnektionszeichen können auftreten. Der Entlassungs- und Rehabilitationsplan richtet sich nach dem klinischen Bild.
Fachärztliche Einschätzung
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