Einsatz der Navigation in der kranialen Chirurgie
Einsatz der bildgeführten Neuronavigation als unterstützende Technologie bei der Operation
Was ist diese Behandlung?
Die Navigation in der kranialen Chirurgie (Neuronavigation) ist eine bildgeführte Technologie, die eine Echtzeit-Zuordnung der vor der Operation angefertigten MRT- oder CT-Aufnahmen zur Position der chirurgischen Instrumente während der Operation ermöglicht. Sie ist keine eigenständige Behandlung, sondern ein unterstützendes Verfahren, das bei Eingriffen wie Kraniotomie, Biopsie und Ähnlichem hilft, die Läsion über einen präzisen Weg zu erreichen und funktionelle (eloquente) Areale zu meiden.
Vorteile
- Hilft, die Läsion während der Operation anhand der Bildgebung zu lokalisieren
- Unterstützt die Ausrichtung auf das Ziel über den geplanten Weg
- Zielt darauf ab, zur Schonung funktioneller (eloquenter) Areale und wichtiger Bahnen beizutragen
- Hilft bei der Planung von Hautschnitt und Knochenfenster in Bezug auf die Läsion
Behandlungsablauf
Vor der Operation werden dem Patienten Referenzmarkierungen (Fiducials) angebracht und dünnschichtige MRT- oder CT-Aufnahmen angefertigt. Während der Operation werden diese Aufnahmen in das Navigationssystem geladen und mit der Anatomie des Patienten abgeglichen (Registrierung). Der Chirurg richtet sich auf die Läsion aus, indem er die Position der Instrumente in Echtzeit auf dem Bild am Bildschirm verfolgt. Bei Bedarf werden auch funktionelle Bildgebungsdaten ergänzt, um die Schonung wichtiger Bahnen zu unterstützen.
Wann wird sie eingesetzt?
- Unterstützung des Zugangs zur Läsion über einen präzisen Weg während der Kraniotomie
- Lokalisation des Ziels bei einer Hirnbiopsie
- Lokalisation tiefer oder kleiner Läsionen
- Planung zur Schonung funktioneller Areale und wichtiger Bahnen
Genesung und Planung
Da die Navigation eine unterstützende Technologie ist, hängt der Heilungsverlauf vom eigentlichen durchgeführten chirurgischen Eingriff ab. Nach der Operation wird der neurologische Zustand regelmäßig beurteilt; der Entlassungs- und Nachsorgeplan richtet sich nach dem klinischen Bild.
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