Zurück zu den Behandlungen

DREZ-Operation

Ausschaltung der Schmerzeintrittszone im Rückenmark (DREZ) bei therapieresistentem Schmerz nach Nervenschädigung

Was ist diese Behandlung?

Die DREZ- (Dorsal Root Entry Zone / dorsale Wurzeleintrittszone) Operation wird zur Behandlung therapieresistenter Schmerzen (Deafferenzierungsschmerz) angewendet, die nach Ausriss oder Schädigung von Nervenwurzeln infolge einer Unterbrechung der Nervenleitung entstehen. Am häufigsten wird sie bei Schmerzen angewendet, die nach einem Ausriss des Armnervengeflechts (Plexus brachialis) aus dem Rückenmark auftreten. Der überaktive Bereich im Hinterhorn des Rückenmarks (DREZ) wird mit mikrochirurgischer Technik oder Radiofrequenz punktuell ausgeschaltet, sodass die Schmerzsignale verringert werden.

Vorteile

  • Zielt auf die Verringerung therapieresistenter Schmerzen ab, die durch Ausriss/Schädigung von Nervenwurzeln bedingt sind
  • Ist eine der bevorzugten Optionen bei Schmerzen infolge einer Plexus-brachialis-Avulsion
  • Kann bei therapieresistenten Schmerzen infolge einer Nervenschädigung angewendet werden, die auf andere Behandlungen nicht ansprechen
  • Die möglichen Wirkungen des Eingriffs (Gleichgewichtsprobleme, Veränderung der Blasenfunktion, Gefühls-/Kraftverlust auf derselben Seite) werden mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprochen

Behandlungsablauf

In Vollnarkose wird über eine Laminektomie das betreffende Rückenmarksegment dargestellt. Die dorsale Wurzeleintrittszone (DREZ) wird mit mikrochirurgischer Technik oder Radiofrequenz punktuell lädiert. Während des Eingriffs wird auf den Schutz der neurologischen Strukturen geachtet.

Wann wird sie eingesetzt?

  • Behandlung chronischer Schmerzen, die nach einem Nervenausriss entstehen (Deafferenzierung)
  • Therapieresistente Arm-/Schulterschmerzen infolge einer Plexus-brachialis-Avulsion
  • Ausgewählte neuropathische Schmerzen wie Rückenmarksverletzung oder postherpetischer Schmerz
  • Kontrolle therapieresistenter Schmerzen, die auf eine medikamentöse Behandlung nicht ansprechen

Genesung und Planung

Nach der Operation wird der neurologische Status regelmäßig bewertet. Vorübergehende Gleichgewichts- und Gefühlsveränderungen können auftreten; der Entlassungs- und Rehabilitationsplan wird entsprechend dem klinischen Bild festgelegt.

Alle Leistungen durchsuchen

Suchen Sie in Behandlungen, Erkrankungen, Abteilungen und akademischen Inhalten.

Alphabetischer Filter:

569 Ergebnisse gefunden

Kraniale Chirurgie (Gehirnchirurgie)

Chirurgische Behandlung gutartiger und bösartiger Hirntumoren, zerebrale Gefäßerkrankungen und Behandlung des Hydrozephalus.

B - Fachbereiche

Wirbelsäulenchirurgie

Behandlung von Bandscheibenvorfällen der Lenden- und Halswirbelsäule, Spinalkanalstenose, Wirbelgleiten, Rückenmarkstumoren und Skoliose.

B - Fachbereiche

Pädiatrische Neurochirurgie

Chirurgische Behandlung von Erkrankungen des Gehirns und Nervensystems bei Kindern mit speziellen Behandlungsansätzen.

B - Fachbereiche

Funktionelle Neurochirurgie

Tiefe Hirnstimulation (DBS), Epilepsiechirurgie, Schmerzbehandlung und Bewegungsstörungen.

B - Fachbereiche

Schmerzchirurgie

Behandlung chronischer Schmerzen, Nervenblockaden, RF-Thermokoagulation und Epiduroskopie.

B - Fachbereiche

Periphere Nervenchirurgie

Behandlung des Karpaltunnelsyndroms, des Kubitaltunnelsyndroms und peripherer Nervenverletzungen.

B - Fachbereiche

Meningeom (Hirnhauttumor)

Von den Hirnhäuten ausgehender, meist gutartiger und häufigster Hirntumor

H - Erkrankungen

Glioblastom (GBM)

Der bei Erwachsenen häufigste, schnell wachsende bösartige Hirntumor

H - Erkrankungen

Astrozytom

Tumor, der aus den Stützzellen des Gehirns entsteht

H - Erkrankungen

Oligodendrogliom

Aus dem Hirngewebe hervorgehender, langsam wachsender Tumor mit vergleichsweise günstigem Verlauf

H - Erkrankungen

Ependymom

Tumor, der aus der Auskleidung der flüssigkeitsgefüllten Hohlräume entsteht

H - Erkrankungen

Medulloblastom

Häufigster bösartiger Hirntumor bei Kindern

H - Erkrankungen

Hirnmetastasen

Häufigster Hirntumor bei Erwachsenen – Ausbreitung eines Krebses aus dem Körper ins Gehirn

H - Erkrankungen

Primäres ZNS-Lymphom

Aggressive Lymphomform mit Ursprung im zentralen Nervensystem

H - Erkrankungen

Hämangioblastom

Gutartiger, gefäßreicher Tumor des Gehirns und des Rückenmarks

H - Erkrankungen

Pilozytisches Astrozytom

Der häufigste gutartige Hirntumor bei Kindern

H - Erkrankungen

Diffuses Mittellinien-Gliom (DMG)

Ein rasch verlaufender Hirntumor, der bei Kindern in den Mittellinienstrukturen des Gehirns, besonders im Hirnstamm, entsteht.

H - Erkrankungen

ATRT (Atypischer Teratoider Rhabdoidtumor)

Ein seltener, rasch verlaufender Hirntumor, der bei Säuglingen und kleinen Kindern auftritt.

H - Erkrankungen

Ästhesioneuroblastom (Riechnerventumor)

Ein seltener Tumor, der von den Riechnervenzellen im oberen Bereich der Nase ausgeht.

H - Erkrankungen

Tumoren der Pinealisregion

Seltene Tumoren unterschiedlicher Art, die in der tief im Gehirn gelegenen Zirbeldrüse und ihrer Umgebung entstehen.

H - Erkrankungen

Quellen

Geprüfte Fachbücher der Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie, die den medizinischen Rahmen dieser Behandlung stützen.

  1. Greenberg MS. Greenberg’s Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023:1887.
  2. Winn HR, ed. Youmans Neurological Surgery. 6th ed. Saunders; 2011:1846.
  3. Rengachary SS, Wilkins RH, eds. Neurosurgical Operative Atlas. American Association of Neurological Surgeons; 1991-2000.

Lernen Sie Ihre Behandlungsoptionen kennen

Lassen Sie uns gemeinsam die für Ihre Erkrankung am besten geeignete Behandlungsmethode bestimmen.

DREZ-Operation | Dr. Özgür Akşan