Duraplastik, mit Fascia-lata-Transplantat
Reparatur der Dura mater (Hirnhaut) unter Verwendung eines Fascia-lata-Transplantats
Was ist diese Behandlung?
Die Duraplastik ist die Reparatur einer Öffnung oder eines Defekts in der Dura mater, der harten Hülle, die Gehirn und Rückenmark umgibt. Bei der Duraplastik mit Fascia-lata-Transplantat wird ein Transplantat aus der kräftigen Bindegewebsschicht, die die Muskeln an der Außenseite des Oberschenkels umgibt (Fascia lata), zum Verschluss des Duradefekts verwendet. Aufgrund seiner Belastbarkeit kann dieses Transplantat insbesondere bei großen Duradefekten und zur Verhinderung eines Austritts von Liquor cerebrospinalis (Liquor) bevorzugt werden.
Vorteile
- Ziel ist der Verschluss des Duradefekts zur Verhinderung eines Austritts von Liquor cerebrospinalis
- Da körpereigenes Gewebe des Patienten (Autograft) verwendet wird, ist keine Gewebeabstoßung oder Immunreaktion zu erwarten
- Die Fascia lata eignet sich dank ihrer kräftigen und belastbaren Struktur zur Reparatur großer Defekte
- Trägt zur Bildung einer wasserdichten und widerstandsfähigen Schicht im Versorgungsgebiet bei
Behandlungsablauf
Der Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt. Über einen kleinen Schnitt an der Außenseite des Oberschenkels wird aus der Fascia-lata-Schicht ein zur Defektgröße passendes Transplantat vorbereitet. Das vorbereitete Transplantat wird mit Naht oder Gewebekleber wasserdicht an den Rändern des Duradefekts fixiert. Der Oberschenkelbereich, dem das Transplantat entnommen wurde, wird gesondert verschlossen.
Wann wird sie eingesetzt?
- Reparatur von Defekten der Dura mater und insbesondere großer Öffnungen
- Verhinderung und Behebung eines Austritts von Liquor cerebrospinalis (Liquor)
- Verschluss von durch Trauma, Tumorchirurgie oder chirurgischen Eingriff entstandenen Duraverlusten
- Bildung einer schützenden Barriere zwischen Hirngewebe und umgebenden Strukturen
Genesung und Planung
Nach der Operation erfolgt die Überwachung hinsichtlich eines Liquoraustritts und der Wundheilung sowohl am Kopf als auch am Oberschenkel. Entlassung und Zeit bis zur Rückkehr zur Aktivität werden je nach zugrunde liegender Erkrankung und Umfang der Operation festgelegt.
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Quellen
Geprüfte Fachbücher der Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie, die den medizinischen Rahmen dieser Behandlung stützen.
- Greenberg MS. Greenberg’s Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023:421.
- Winn HR, ed. Youmans Neurological Surgery. 6th ed. Saunders; 2011:3514.
- Quiñones-Hinojosa A, ed. Schmidek and Sweet: Operative Neurosurgical Techniques: Indications, Methods and Results. 7th ed. Elsevier; 2021.
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