Epiduraler Blut-/Serum-Patch
Applikation von autologem Blut in den Epiduralraum zur Behandlung von Kopfschmerzen nach Durapunktion (Liquorleck)
Was ist diese Behandlung?
Der epidurale Blut-/Serum-Patch ist ein Verfahren zur Behandlung von Kopfschmerzen, die durch ein Leck der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Liquor) entstehen und sich im Stehen verstärken (postpunktioneller Kopfschmerz). Auf Höhe der Durapunktion werden in der Regel 12–18 ml autologes (körpereigenes) Blut langsam in den Epiduralraum injiziert, um das Loch in der Dura zu verschließen und das Liquorleck zu stoppen.
Vorteile
- Zielt auf die Beseitigung der durch das Liquorleck bedingten Kopfschmerzen ab
- Bei einem Großteil der Patienten kann innerhalb weniger Stunden eine Linderung eintreten
- Ist ein geschlossener Eingriff, der keine Operation erfordert
- Kann bei unzureichendem Ansprechen wiederholt werden
Behandlungsablauf
Unter sterilen Bedingungen wird dem Patienten eine geringe Menge Blut entnommen und langsam in den Epiduralraum auf Höhe der Durapunktion injiziert. Nach dem Eingriff wird der Patient gebeten, eine Zeit lang auf dem Rücken zu liegen; Vitalzeichen und Beschwerden werden überwacht.
Wann wird sie eingesetzt?
- Postpunktioneller Kopfschmerz (PDPH)
- Liquorleck nach Lumbalpunktion oder Spinalanästhesie
- Kopfschmerzen bei spontaner intrakranieller Hypotension
- Liquorleck-Kopfschmerzen, die nicht auf eine konservative Behandlung ansprechen
Genesung und Planung
Nach dem Eingriff wird 1–2 Stunden überwacht und eine Bettruhe für eine gewisse Zeit empfohlen. Im Rücken oder an der Injektionsstelle kann vorübergehend ein Druck-/Spannungsgefühl oder Schmerz auftreten.
Fachärztliche Einschätzung
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