Durchtrennung des Filum terminale
Behebung der Anspannung durch Durchtrennung des Filums beim Tethered-Cord-Syndrom
Was ist diese Behandlung?
Die Durchtrennung des Filum terminale ist ein operativer Eingriff, bei dem beim Tethered-Cord-Syndrom (angeheftetes Rückenmark) das Filum terminale – das das untere Ende des Rückenmarks am Kreuzbein verankert und verdickt/fetthaltig sein kann – durchtrennt wird, um die Spannung auf das Rückenmark zu beheben. Ziel ist die Verhinderung fortschreitender neurologischer und urologischer Befunde.
Vorteile
- Zielt darauf ab, durch Durchtrennung des Filums die Spannung auf das Rückenmark zu beheben
- Beabsichtigt die Verhinderung fortschreitender neurologischer und urologischer Befunde
- Zielt auf den Erhalt der vorhandenen Funktion ab
- Wird unter intraoperativem Neuromonitoring durchgeführt
Behandlungsablauf
In Vollnarkose wird die Dura über eine begrenzte Laminotomie im lumbosakralen Bereich eröffnet. Das Filum terminale wird unter Neuromonitoring von den Nervenwurzeln abgegrenzt, identifiziert und durchtrennt; dadurch wird die Spannung auf das Rückenmark behoben.
Wann wird sie eingesetzt?
- Tethered-Cord-Syndrom (angeheftetes Rückenmark)
- Verdicktes/fetthaltiges Filum terminale und tiefstehender Konus
- Fortschreitende Rücken-Bein-Schmerzen, Gang- oder Sphinkterstörungen (Harn-/Stuhlkontrolle)
- Situationen, in denen die Verhinderung einer neurologischen Verschlechterung angestrebt wird
Genesung und Planung
Nach der Operation werden der neurologische und der urologische Zustand regelmäßig beurteilt. Wundheilung und ein Austritt von Nervenwasser werden verfolgt. Der Nachsorge- und Rehabilitationsplan richtet sich nach dem klinischen Bild.
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