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Gliale Tumoren, interne Dekompression

Chirurgie der internen Dekompression (Verkleinerung der Masse von innen) bei glialen Tumoren

Was ist diese Behandlung?

Die interne Dekompression ist die Verkleinerung der Masse bei glialen Tumoren durch stückweises Ausräumen von innen (Debulking). In Fällen, in denen der Tumor nicht vollständig entfernt werden kann oder mit dem umgebenden funktionellen Hirngewebe verwachsen ist, wird durch Verringerung des Massenvolumens eine Linderung des Drucks auf das Gehirn und des erhöhten Hirndrucks angestrebt. Häufig wird dabei zugleich eine Gewebeprobe zur Diagnose (Biopsie) entnommen.

Vorteile

  • Ziel ist durch Verringerung des Tumorvolumens die Linderung des Drucks auf das Gehirn und der durch den erhöhten Hirndruck bedingten Beschwerden
  • Ermöglicht durch Entnahme einer Probe aus dem Tumorgewebe die sichere pathologische Diagnosestellung
  • Achtet unter möglichst weitgehendem Schutz des umgebenden funktionellen Hirngewebes auf den Erhalt der neurologischen Funktionen
  • Bereitet unter fortschrittlicher Bildgebung und bei Bedarf unter Neuromonitoring die Grundlage für die Planung der weiteren Behandlung (Strahlentherapie, Chemotherapie)

Behandlungsablauf

Der Eingriff wird unter Vollnarkose mittels Kraniotomie (vorübergehende Eröffnung eines Teils des Schädels) durchgeführt. Nachdem der Tumor über einen geeigneten chirurgischen Zugang erreicht wurde, wird die Masse von außen nach innen stückweise ausgeräumt und verkleinert; dadurch wird ein übermäßiger Zug am umgebenden gesunden Gewebe verringert. Bei Tumoren in der Nähe funktioneller Areale können kortikale/subkortikale Kartierung (Mapping) und Neuromonitoring eingesetzt werden.

Wann wird sie eingesetzt?

  • Verkleinerung der Masse bei glialen Tumoren, die schwer vollständig zu entfernen sind oder an funktionelles Gewebe grenzen
  • Linderung neurologischer Beschwerden infolge eines erhöhten Hirndrucks oder von Druckbeschwerden
  • Entnahme einer Probe aus dem Tumorgewebe zur sicheren Diagnose
  • Schaffung der Grundlage für die Planung zusätzlicher Behandlungen (Strahlentherapie/Chemotherapie)

Genesung und Planung

Nach der Operation wird der Patient engmaschig überwacht und der neurologische Status regelmäßig beurteilt. Mittels Kontrollbildgebung wird das Resektionsergebnis untersucht. Entlassung und bei Bedarf Rehabilitationsplan werden je nach Pathologiebefund und klinischem Bild festgelegt; in den meisten Fällen wird die Behandlung nach der Operation mit einer onkologischen Beurteilung fortgeführt.

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Kraniale Chirurgie (Gehirnchirurgie)

Chirurgische Behandlung gutartiger und bösartiger Hirntumoren, zerebrale Gefäßerkrankungen und Behandlung des Hydrozephalus.

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Wirbelsäulenchirurgie

Behandlung von Bandscheibenvorfällen der Lenden- und Halswirbelsäule, Spinalkanalstenose, Wirbelgleiten, Rückenmarkstumoren und Skoliose.

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Pädiatrische Neurochirurgie

Chirurgische Behandlung von Erkrankungen des Gehirns und Nervensystems bei Kindern mit speziellen Behandlungsansätzen.

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Tiefe Hirnstimulation (DBS), Epilepsiechirurgie, Schmerzbehandlung und Bewegungsstörungen.

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Behandlung chronischer Schmerzen, Nervenblockaden, RF-Thermokoagulation und Epiduroskopie.

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Behandlung des Karpaltunnelsyndroms, des Kubitaltunnelsyndroms und peripherer Nervenverletzungen.

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Aggressive Lymphomform mit Ursprung im zentralen Nervensystem

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Gutartiger, gefäßreicher Tumor des Gehirns und des Rückenmarks

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Pilozytisches Astrozytom

Der häufigste gutartige Hirntumor bei Kindern

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Diffuses Mittellinien-Gliom (DMG)

Ein rasch verlaufender Hirntumor, der bei Kindern in den Mittellinienstrukturen des Gehirns, besonders im Hirnstamm, entsteht.

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ATRT (Atypischer Teratoider Rhabdoidtumor)

Ein seltener, rasch verlaufender Hirntumor, der bei Säuglingen und kleinen Kindern auftritt.

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Ästhesioneuroblastom (Riechnerventumor)

Ein seltener Tumor, der von den Riechnervenzellen im oberen Bereich der Nase ausgeht.

H - Erkrankungen

Tumoren der Pinealisregion

Seltene Tumoren unterschiedlicher Art, die in der tief im Gehirn gelegenen Zirbeldrüse und ihrer Umgebung entstehen.

H - Erkrankungen

Quellen

Geprüfte Fachbücher der Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie, die den medizinischen Rahmen dieser Behandlung stützen.

  1. Winn HR, ed. Youmans Neurological Surgery. 6th ed. Saunders; 2011:1336.
  2. Greenberg MS. Greenberg’s Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023.
  3. Quiñones-Hinojosa A, ed. Schmidek and Sweet: Operative Neurosurgical Techniques: Indications, Methods and Results. 7th ed. Elsevier; 2021.
  4. Nader R, Gragnaniello C, Berta SC, Sabbagh AJ, Levy ML, eds. Neurosurgery Tricks of the Trade: Cranial. Thieme; 2014.

Lernen Sie Ihre Behandlungsoptionen kennen

Lassen Sie uns gemeinsam die für Ihre Erkrankung am besten geeignete Behandlungsmethode bestimmen.

Gliale Tumoren, interne Dekompression | Dr. Özgür Akşan