Ausräumung eines intrazerebralen Hämatoms über ein Bohrloch (Burr Hole)
Ausräumung einer Blutung im Gehirn über ein Bohrloch (Burr Hole)
Was ist diese Behandlung?
Die Ausräumung eines intrazerebralen Hämatoms ist die Entleerung des im Gehirn angesammelten Bluts (Hämatom) über ein kleines im Schädel angelegtes Bohrloch (Burr Hole). Ziel ist es, den durch das Gerinnsel verursachten Masseneffekt und den Hirndruck zu verringern. Es handelt sich nicht um einen Tumor- oder Gewebeprobenentnahme-Eingriff.
Vorteile
- Zielt auf die Verringerung des durch das intrazerebrale Gerinnsel verursachten Masseneffekts ab
- Ermöglicht die Ausräumung des Bluts über eine kleine Knochenöffnung
- Zielt auf die Schonung der neurologischen Funktionen ab
- Unterstützt die Ausrichtung auf das Ziel unter Bildgebung
Behandlungsablauf
Der Eingriff wird in der Regel unter Vollnarkose geplant. Im Schädel wird ein kleines Bohrloch angelegt und unter Bildgebungsführung das Hämatom erreicht und das Blut aspiriert. Während des Eingriffs erfolgen eine Blutdruckkontrolle und bei Bedarf eine Überwachung des Hirndrucks.
Wann wird sie eingesetzt?
- Ausräumung einer Blutung im Gehirn (intrazerebral) über ein Bohrloch
- Verringerung des durch das Gerinnsel verursachten Masseneffekts
- Verringerung des erhöhten Hirndrucks
- Alternativer Ansatz bei ausgewählten Fällen, die für eine große offene Operation nicht geeignet sind
Genesung und Planung
Nach der Operation werden der neurologische Zustand und das Ansprechen des Gerinnsels mittels Bildgebung engmaschig überwacht. Im Hinblick auf eine erneute Blutung ist die Blutdruckkontrolle wichtig. Der Entlassungs- und Rehabilitationsplan richtet sich nach dem klinischen Bild.
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