Implantation eines intrakraniellen Drucksensors (ICP-Monitor)
Einsetzen eines Sensors zur kontinuierlichen Überwachung des Hirndrucks
Was ist diese Behandlung?
Es handelt sich um das chirurgische Einsetzen eines Drucksensors in parenchymatöse, intraventrikuläre oder subdurale Lage, um den intrakraniellen Druck kontinuierlich und genau messen zu können. Bei schwerem Schädel-Hirn-Trauma, Subarachnoidalblutung und Hydrozephalus steuert er kritische Behandlungsentscheidungen.
Vorteile
- Ermöglicht eine kontinuierliche Echtzeitüberwachung des intrakraniellen Drucks
- Ermöglicht die Berechnung des zerebralen Perfusionsdrucks
- Optimiert das Timing therapeutischer Maßnahmen
- Der ventrikuläre Typ erlaubt zugleich eine therapeutische Liquordrainage
Behandlungsablauf
Unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose wird ein kleines Bohrloch angelegt. Ein parenchymatöser faseroptischer Sensor oder ein Ventrikelkatheter wird eingesetzt und an einen externen Monitor angeschlossen. Die Kalibrierung wird überprüft.
Wann wird sie eingesetzt?
- ICP-Monitoring bei schwerem Schädel-Hirn-Trauma
- Drucküberwachung nach einer Subarachnoidalblutung
- Nachsorge nach einer Hirntumoroperation
- Management des Hydrozephalus
Genesung und Planung
Der Monitor verbleibt während des Aufenthalts auf der Intensivstation in situ. Wegen des Infektionsrisikos wird er in der Regel nach 5–7 Tagen entfernt.
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