Messung und Überwachung des intrakraniellen Drucks
Kontinuierliche Messung und klinisches Management des Hirndrucks
Was ist diese Behandlung?
Es handelt sich um die kontinuierliche Messung, Aufzeichnung und Beurteilung des intrakraniellen Drucks (ICP) im Zusammenhang mit dem klinischen Zustand über einen eingesetzten Druckmonitor. Anhand der ermittelten Werte werden Entscheidungen über eine medikamentöse Behandlung (osmotische Therapie, Sedierung, kontrollierte Beatmung) oder einen chirurgischen Eingriff getroffen.
Vorteile
- Ermöglicht die unmittelbare Überwachung von Druckschwankungen
- Ermöglicht eine objektive Beurteilung der Behandlungswirksamkeit
- Ermöglicht die frühzeitige Erkennung eines Risikos einer zerebralen Herniation
- Steuert die Optimierung des zerebralen Perfusionsdrucks
Behandlungsablauf
Die Daten des ICP-Monitors werden kontinuierlich überwacht. Beim Erwachsenen liegt der normale ICP in der Regel im Bereich von 5–15 mmHg. Bei traumatischer Hirnschädigung empfehlen aktuelle Leitlinien als Behandlungsschwelle ein Anhalten des ICP über 22 mmHg. Da jedoch abhängig von der Lage der Raumforderung auch bei niedrigeren Werten eine Herniation auftreten kann, werden die Werte zusammen mit dem klinischen Bild interpretiert. Die Maßnahmen werden mit einem stufenweisen Ansatz von der medikamentösen Behandlung hin zur Chirurgie geplant.
Wann wird sie eingesetzt?
- Management eines erhöhten ICP auf der Intensivstation
- Überwachung der Wirksamkeit der osmotischen Therapie
- Entscheidung über eine chirurgische Dekompression
- Überwachung der Zielwerte des zerebralen Perfusionsdrucks
Genesung und Planung
Das ICP-Monitoring wird während des Aufenthalts auf der Intensivstation fortgesetzt. Sobald sich die Druckwerte normalisiert haben und stabil bleiben, wird der Monitor entfernt.
Fachärztliche Einschätzung
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