Intradiskale Elektrotherapie (IDET)
Minimalinvasiver Eingriff, bei dem unter Durchleuchtung ein Heizkatheter in die Bandscheibe eingebracht wird
Was ist diese Behandlung?
Die intradiskale Elektrotherapie (IDET) ist ein minimalinvasiver Eingriff, der unter Durchleuchtungskontrolle (Live-Röntgen, Fluoroskopie) mithilfe eines über die Haut in die Bandscheibe eingebrachten Heizkatheters durchgeführt wird. Der Katheter wird im hinteren Teil der Bandscheibe im Anulus fibrosus platziert und schrittweise erwärmt (auf etwa 75–90 °C), um eine Kontraktion (Schrumpfung) der Kollagenfasern zu bewirken. Es handelt sich nicht um einen offenen chirurgischen Eingriff und er dient nicht der Beseitigung einer Nervenkompression.
Vorteile
- Kann eine Option bei chronischen diskogenen Rückenschmerzen sein, die auf eine konservative Behandlung nicht ansprechen
- Ist im Vergleich zur offenen Operation weniger invasiv, da er über die Haut erfolgt
- Zielt auf eine strukturelle Veränderung im Anulus des hinteren Bandscheibenanteils ab
- Kann ohne Vollnarkose durchgeführt werden
Behandlungsablauf
Der Eingriff erfolgt perkutan unter Durchleuchtungskontrolle (Fluoroskopie), in der Regel unter örtlicher Betäubung und Sedierung. Über einen posterolateralen Zugang wird ein Heizkatheter in die Bandscheibe eingebracht und die Katheterspitze schrittweise erwärmt (auf etwa 75–90 °C), um im hinteren Anulus der Bandscheibe eine Kollagenkontraktion zu bewirken. Es wird keine offene Operation unter Vollnarkose durchgeführt.
Wann wird sie eingesetzt?
- Durch Diskografie bestätigte chronische diskogene (axiale) Rückenschmerzen, die auf eine konservative Behandlung nicht ansprechen
- Alternativer Eingriff in ausgewählten Fällen, in denen eine offene Operation nicht infrage kommt oder vermieden wird
- Anstreben einer strukturellen Veränderung im hinteren Anulus der Bandscheibe durch Wärme
- Interventionelle Option zur Behandlung axialer Rückenschmerzen diskogenen Ursprungs
Genesung und Planung
Nach dem Eingriff wird die Schmerzsituation regelmäßig beurteilt und für eine gewisse Zeit können das Tragen eines Korsetts bzw. eine Einschränkung der Aktivität empfohlen werden. Die Wirkung tritt meist erst mit der Zeit ein; der Nachsorge- und Rehabilitationsplan richtet sich nach dem klinischen Ansprechen.
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