Intravaskuläre Embolisation einer Raumforderung
Anwendung eines Embolisats über den Gefäßweg auf einen Tumor oder eine vaskuläre Läsion
Was ist diese Behandlung?
Es handelt sich um das Unterbrechen der Durchblutung einer Läsion, indem über einen Katheter aus dem Gefäßinneren in die versorgenden Gefäße eines Tumors oder einer Gefäßmalformation Embolisate (Partikel, Coils, flüssige Embolisate) injiziert werden. Sie kann als präoperative Tumorembolisation oder als definitive Behandlung angewendet werden.
Vorteile
- Reduziert vor der Operation die Tumordurchblutung und bringt so die Blutung während der Operation unter Kontrolle
- Kann bei manchen Läsionen allein eine kurative Behandlung sein
- Wird mit einem minimalinvasiven Verfahren angewendet
- Bietet eine Behandlungsoption bei chirurgisch schwer erreichbaren Läsionen
Behandlungsablauf
Über die Femoralarterie wird ein Katheter eingeführt und unter Fluoroskopie bis zum Zielgefäß vorgeschoben. Mit einer Angiografie wird eine Karte der Läsion erstellt. Das Embolisat wird kontrolliert injiziert.
Wann wird sie eingesetzt?
- Präoperative Embolisation vaskulärer Tumoren
- Behandlung von AVM und duralen Fisteln
- Notfallembolisation bei unkontrollierbaren Blutungen
- Hypervaskuläre Tumoren wie Meningeom und Paragangliom
Genesung und Planung
Nach dem Eingriff sind eine Überwachung auf der Intensivstation, ein Druckverband in der Leistenregion und Bettruhe erforderlich. Ein Postembolisationssyndrom (Fieber, Schmerzen) kann auftreten.
Fachärztliche Einschätzung
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Quellen
Geprüfte Fachbücher der Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie, die den medizinischen Rahmen dieser Behandlung stützen.
- Greenberg MS. Greenberg’s Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023:1509.
- Winn HR, ed. Youmans Neurological Surgery. 6th ed. Saunders; 2011.
- Quiñones-Hinojosa A, ed. Schmidek and Sweet: Operative Neurosurgical Techniques: Indications, Methods and Results. 7th ed. Elsevier; 2021.
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