Chirurgie einer Karotis-Sinus-cavernosus-Fistel oder eines Aneurysmas
Endovaskuläre oder chirurgische Behandlung einer Karotis-Sinus-cavernosus-Fistel oder eines Aneurysmas
Was ist diese Behandlung?
Eine Karotis-Sinus-cavernosus-Fistel ist die Entstehung einer abnormen Verbindung (Shunt) zwischen dem Sinus cavernosus und dem Karotisarteriensystem; bei Typen mit hohem Blutungsrisiko oder bei fortschreitenden Augenbefunden ist eine Behandlung erforderlich. Die Behandlung erfolgt meist auf endovaskulärem Weg (Verschluss des Shunts mittels Coils oder Verschlussmaterial über einen Katheter); in ungeeigneten Fällen kann ein chirurgischer Zugang gewählt werden. Auch bei Aneurysmen wird der Sack in ähnlicher Weise gegen das Blutungsrisiko verschlossen.
Vorteile
- Es wird eine Verringerung des Blutungs- und Gefäßkomplikationsrisikos durch den Verschluss des abnormen Shunts oder des Aneurysmas angestrebt
- In den meisten Fällen kann die Behandlung endovaskulär, ohne offene Operation, durchgeführt werden
- Bei Befunden wie Schwellung um das Auge, Augenrötung, Doppelbildern und Hervortreten des Augapfels wird eine Rückbildung angestrebt
- Die Behandlung wird unter angiographischer Bildgebung geplant und durchgeführt
Behandlungsablauf
Vor der Behandlung werden Typ und versorgende Gefäße der Fistel oder des Aneurysmas mittels Hirnangiographie beurteilt. Beim endovaskulären Verfahren wird über die Leistenarterie eingegangen, mit dem Katheter die Zielregion erreicht und der Shunt mit Coils oder Verschlussmaterial verschlossen. In ausgewählten Fällen, die eine offene Operation erfordern, wird ein der Gefäßstruktur angepasster mikrochirurgischer Zugang durchgeführt.
Wann wird sie eingesetzt?
- Verschluss einer Karotis-Sinus-cavernosus-Fistel oder eines Aneurysmas der Sinus-cavernosus-Region
- Rückbildung von Befunden infolge einer venösen Kongestion um das Auge (Schwellung, Rötung, Doppelbilder)
- Behandlung von Situationen mit hohem Blutungsrisiko wie einer kortikalen venösen Drainage
- Verringerung des Drucks, der Sehvermögen und Augenbewegungen beeinträchtigt
Genesung und Planung
Nach dem Eingriff werden die Augenbefunde und der neurologische Zustand überwacht; einige Befunde bilden sich innerhalb von Wochen allmählich zurück. Der Verschluss des Shunts kann mittels Kontrollangiographie bestätigt werden. Der Nachsorge- und Kontrollplan richtet sich nach dem klinischen Bild.
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