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Angeborene Wirbelsäulenanomalien, kombinierte anteriore + posteriore Korrektur

Korrektur einer Deformität bei angeborenen Wirbelsäulenanomalien über einen kombinierten Zugang von vorne und hinten

Was ist diese Behandlung?

Angeborene Wirbelsäulenanomalien, kombinierte anteriore + posteriore Korrektur, bezeichnet die operative Korrektur einer fortschreitenden Skoliose oder Kyphose infolge angeborener Fehlbildungen der Wirbelentwicklung. Über einen Zugang von vorne (anterior) wird durch Diskektomie/Release die Wirbelsäule gelockert; über einen Zugang von hinten (posterior) soll durch segmentale Instrumentierung und Fusion eine ausbalancierte Wirbelsäule erreicht werden. Es handelt sich um eine risikoreiche pädiatrische Deformitätenchirurgie.

Vorteile

  • Zielt auf die Korrektur der angeborenen Deformität durch Lockerung von vorne und Stabilisierung von hinten ab
  • Der kombinierte Zugang kann bei rigiden Krümmungen, bei denen eine alleinige posteriore Operation unzureichend ist, mehr Korrektur ermöglichen
  • Beabsichtigt die Überwachung der Rückenmarksfunktion mittels intraoperativem Neuromonitoring
  • Die Operationsplanung erfolgt individuell auf Basis von Bildgebung und klinischer Beurteilung

Behandlungsablauf

Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Über einen anterioren Zugang werden die Bandscheibenräume eröffnet und ein Release/eine Diskektomie durchgeführt; anschließend wird über einen posterioren Zugang die Deformität mittels segmentaler Instrumentierung und Fusion korrigiert. Während des gesamten Eingriffs wird die Rückenmarksfunktion mittels Neuromonitoring überwacht. Ein neurologisches Defizit ist das Hauptrisiko dieser Operation.

Wann wird sie eingesetzt?

  • Korrektur einer fortschreitenden Skoliose oder Kyphose infolge einer angeborenen Wirbelanomalie
  • Lockerung bei rigiden Deformitäten, die für eine alleinige posteriore Operation nicht geeignet sind
  • Aufhalten des Fortschreitens der Deformität und Erreichen einer ausbalancierten Wirbelsäule
  • Dauerhafte Korrektur durch strukturelle Stabilisierung und Fusion

Genesung und Planung

Nach der Operation wird der neurologische Zustand engmaschig überwacht. Mobilisierung und der Reifungsprozess der Fusion werden nach dem klinischen Bild geplant; die Korrektur wird durch Verlaufsbildgebung beurteilt.

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Angeborene Wirbelsäulenanomalien, kombinierte anteriore + posteriore Korrektur | Dr. Özgür Akşan