Kryoplastie
Gezielte interventionelle Behandlung zur Verringerung der Schmerzweiterleitung mittels Kryoablation
Was ist diese Behandlung?
Die Kryoplastie beziehungsweise Kryoablation ist eine interventionelle Methode, die darauf abzielt, mithilfe sehr niedriger Temperaturen im Zielnerv oder im schmerzhaften Gewebe eine kontrollierte Behandlungswirkung zu erzielen. Sie bietet einen kontrollierten Ansatz, der die Schmerzweiterleitung unterdrückt und zugleich das umliegende Gewebe schont. Besonders bei bestimmten Wirbelsäulenschmerzen, peripheren Schmerzherden und ausgewählten Schmerzbildern mit knöchernem Ursprung wird sie in Betracht gezogen. Bei welcher Patientin oder welchem Patienten sie geeignet ist, sollte erst entschieden werden, nachdem die Schmerzquelle und das anatomische Ziel geklärt sind.
Vorteile
- Kann in ausgewählten Fällen eine wirksame Schmerzkontrolle ermöglichen
- Zielt darauf ab, im Zielgewebe eine kontrollierte Behandlungswirkung zu erzeugen und dabei die umliegenden Strukturen zu schonen
- Bietet in bestimmten Situationen eine interventionelle Alternative zur RF-Behandlung
- Ist eine Methode, die ambulant geplant und bei Bedarf erneut beurteilt werden kann
Behandlungsablauf
Unter CT- oder Durchleuchtungskontrolle wird die Kryosonde in der Zielregion platziert. Nachdem die korrekte Position durch Bildgebung bestätigt wurde, werden kontrollierte Gefrier-Auftau-Zyklen angewandt, und am Zielnerv oder am schmerzhaften Gewebe wird eine Behandlungswirkung erzeugt. Der Behandlungsplan wird je nach anvisierter anatomischer Struktur, Schmerzquelle und Eingriffssicherheit individuell gestaltet.
Wann wird sie eingesetzt?
- Bei ausgewählten Schmerzherden an Wirbelsäule und Peripherie
- Bei bestimmten chronischen Schmerzbildern mit knöchernem oder weichteilbedingtem Ursprung
- Bei geeigneten Patienten, bei denen interventionelle Optionen außerhalb der RF-Behandlung geprüft werden
- Wenn die Ziel-Schmerzregion mittels Bildgebung klar bestimmt werden kann
Genesung und Planung
Die Erleichterung nach der Kryoablation wird manchmal sofort, manchmal innerhalb einiger Tage allmählich spürbar. Vorübergehendes Taubheitsgefühl, Empfindlichkeit oder ein örtliches Unbehagen können auftreten. In der Nachsorge ist das Ziel nicht nur die Abnahme der Schmerzen, sondern die Steigerung der alltäglichen Funktion und die Verringerung des Bedarfs an zusätzlichen Schmerzbehandlungen.
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