Was ist diese Behandlung?
Der lumbale Nukleusersatz ist ein Eingriff, der bei Schmerzen infolge einer Bandscheibendegeneration an der Lendenwirbelsäule darauf abzielt, den zentralen Teil der Bandscheibe (Nukleus) durch eine Prothese zu ersetzen und so Bandscheibenhöhe und Beweglichkeit zu erhalten. Die Indikation ist eng gefasst; der Eingriff wird bei ausgewählten Patienten mit einsegmentigem Befund, erhaltenen Facettengelenken, ausreichender Knochenqualität und ohne wesentliches Wirbelgleiten oder Instabilität durchgeführt.
Vorteile
- Zielt auf den Erhalt der Bandscheibenhöhe und der Segmentbeweglichkeit ab
- Angestrebt wird die Linderung der durch die degenerierte Bandscheibe bedingten Rückenschmerzen
- Ein Ansatz, der die Belastung der Nachbarsegmente schonen soll
- Kann bei geeignet ausgewählten Patienten eine Alternative zur Fusion sein
Behandlungsablauf
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Der degenerierte Nukleusanteil der Bandscheibe wird entfernt und durch eine Prothese ersetzt; angestrebt wird der Erhalt der Bandscheibenhöhe und der Segmentbeweglichkeit. Vor dem Eingriff wird die Eignung des Patienten (Alter, Knochenqualität, Etage, Zustand der Facettengelenke) sorgfältig geprüft.
Wann wird sie eingesetzt?
- Einsegmentige (L3–S1) symptomatische degenerative Bandscheibenerkrankung
- Ausgewählte bandscheibenbedingte Rückenschmerzen, die auf konservative Therapie nicht ausreichend ansprechen
- Geeignete Patienten mit abgeschlossenem Skelettwachstum und ausreichender Knochenqualität
- Fälle ohne wesentliche Instabilität/Wirbelgleiten und ohne Facettengelenkerkrankung
Genesung und Planung
Nach der Operation werden der neurologische Zustand und die Lage der Prothese überwacht. Erholung und Rückkehr zur Aktivität werden je nach klinischem Bild stufenweise geplant; das Ergebnis wird in Kontrolluntersuchungen bewertet.
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