Lumbale posteriore Diskektomie + Interbody-Fusion + posteriore Instrumentierung
Ausräumung der Bandscheibe an der Lendenwirbelsäule, Einsetzen eines Cages in den Bandscheibenraum und Stabilisierung des Segments mit Pedikelschrauben (Fusion)
Was ist diese Behandlung?
Bei diesem Eingriff wird die Bandscheibe an der Lendenwirbelsäule über einen hinteren Zugang ausgeräumt (Diskektomie), in den Bandscheibenraum werden Cage und Knochentransplantat eingesetzt, um eine Fusion zwischen den Wirbelkörpern zu erreichen (Interbody-Fusion), und zusätzlich werden Pedikelschrauben (posteriore Instrumentierung) eingebracht. Der Eingriff wird bei Zuständen durchgeführt, die eine instrumentierte Fusion erfordern, etwa bei struktureller Instabilität, Spondylolisthesis (Wirbelgleiten) oder degenerativem Segmentversagen. Ein einfacher Bandscheibenvorfall allein ist keine Indikation für diese umfangreiche Operation.
Vorteile
- Am instabilen Segment werden sowohl die Dekompression als auch die dauerhafte Stabilisierung durch Fusion angestrebt
- Durch das Einsetzen eines Cages in den Bandscheibenraum sollen Wirbelhöhe und Ausrichtung erhalten bleiben
- Mit Pedikelschrauben wird die Stabilisierung des Segments angestrebt
- Der Eingriff wird unter Bildgebung geplant
Behandlungsablauf
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Über einen hinteren Zugang an der Lendenwirbelsäule wird die betroffene Etage erreicht; die Nervenstrukturen werden dekomprimiert und die Bandscheibe ausgeräumt. In den Bandscheibenraum werden Cage und Knochentransplantat eingesetzt, um die Interbody-Fusion vorzubereiten; in die betroffene Etage werden Pedikelschrauben eingebracht und mit Stäben verbunden, um das Segment zu stabilisieren. Die operativen Risiken werden für jeden Patienten individuell bewertet.
Wann wird sie eingesetzt?
- Segmentversagen infolge struktureller Instabilität oder Spondylolisthesis (Wirbelgleiten)
- Wiederkehrender (rezidivierender) Bandscheibenvorfall in Verbindung mit Instabilität
- Bedarf an Dekompression und Fusion bei degenerativem Segmentversagen
- Dauerhafte Stabilisierung des Segments durch instrumentierte Interbody-Fusion
Genesung und Planung
Nach der Operation wird der neurologische Zustand regelmäßig überprüft. Entlassung und Rehabilitationsplan richten sich nach dem klinischen Bild.
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Quellen
Geprüfte Fachbücher der Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie, die den medizinischen Rahmen dieser Behandlung stützen.
- Greenberg MS. Greenberg’s Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023:1802.
- Baaj AA, Mummaneni PV, Uribe JS, Vaccaro AR, Greenberg MS, eds. Handbook of Spine Surgery. Thieme; 2012:395.
- Winn HR, ed. Youmans Neurological Surgery. 6th ed. Saunders; 2011.
- Singh K, Vaccaro AR, eds. Pocket Atlas of Spine Surgery. Thieme; 2012.
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