Muskelbiopsie
Entnahme einer Probe aus dem Muskelgewebe zu diagnostischen Zwecken
Was ist diese Behandlung?
Es handelt sich um einen Eingriff, bei dem zur Diagnose neuromuskulärer Erkrankungen auf chirurgischem Weg eine Gewebeprobe aus dem Muskelgewebe entnommen wird. Er wird zur histopathologischen Beurteilung von Myopathien, neurogener Atrophie, entzündlichen und metabolischen Muskelerkrankungen eingesetzt.
Vorteile
- Ermöglicht bei neuromuskulären Erkrankungen eine sichere histopathologische Diagnose
- Bestimmt Typ und Schweregrad der Muskelpathologie
- Liefert Gewebe für genetische und metabolische Tests
- Kann unter Lokalanästhesie durchgeführt werden
Behandlungsablauf
Der zu biopsierende Muskel wird anhand klinischer und EMG-Befunde ausgewählt. Unter Lokalanästhesie wird über eine Hautinzision eine ausreichend große Probe aus dem Muskelgewebe entnommen. Die Probe wird für Histopathologie, Histochemie und Elektronenmikroskopie aufbereitet.
Wann wird sie eingesetzt?
- Unterscheidung von Myopathietypen
- Diagnose entzündlicher Muskelerkrankungen
- Beurteilung metabolischer und mitochondrialer Myopathien
- Bestätigung einer neurogenen Atrophie
Genesung und Planung
Im Biopsiebereich können einige Tage Schmerzen und Empfindlichkeit auftreten. Die Fäden werden nach 7-10 Tagen gezogen. Schwere körperliche Aktivität wird für einige Wochen eingeschränkt.
Fachärztliche Einschätzung
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