Entnahme eines Nerventransplantats, klein (< 5 cm)
Entnahme eines kurzen (unter 5 cm) Spender-Sensibelnervenstücks zur Überbrückung eines Nervendefekts
Was ist diese Behandlung?
Die Entnahme eines Nerventransplantats, klein (< 5 cm), bezeichnet die Entnahme eines Spender-Sensibelnervenstücks (am häufigsten des Nervus suralis) aus einer anderen Region, um bei einem geschädigten Nerv den Defekt zwischen den beiden Enden zu reparieren. Dieser Eingriff ist keine Behandlung, sondern die Entnahmestellen-Phase, die die Transplantatquelle für die Nervenreparatur bereitstellt; in dem vom entnommenen Nerv versorgten Bereich ist ein Sensibilitätsverlust zu erwarten.
Vorteile
- Zielt darauf ab, ein Transplantat der geeigneten Länge zur Überbrückung des Nervendefekts bereitzustellen
- Beabsichtigt, durch die Wahl entbehrlicher Sensibelnerven wie am häufigsten des Nervus suralis die Entnahmestellen-Morbidität begrenzt zu halten
- Zielt darauf ab, bei kurzen Defekten die erforderliche Transplantatlänge begrenzt zu halten, sodass die Entnahmestelle klein bleibt
- Die Wahl des Spendernervs wird nach Lage und Länge des Defekts geplant
Behandlungsablauf
In der Regel in Vollnarkose wird der gewählte Spendernerv (häufig der Nervus suralis) über einen kleinen Schnitt erreicht und ein Segment der erforderlichen Länge (< 5 cm) entnommen. Das entnommene Transplantat wird zwischen die Enden des geschädigten Nervs eingebracht und bei der Reparatur verwendet.
Wann wird sie eingesetzt?
- Bereitstellung einer Transplantatquelle zur Reparatur eines kurzen Nervendefekts
- Entnahme eines Transplantats aus einem entbehrlichen Sensibelnerv wie dem Nervus suralis
- Ermöglichung einer spannungsfreien Nervenreparatur
- Durchführung der Transplantatentnahme in derselben Sitzung wie die Nervenrekonstruktion
Genesung und Planung
In dem vom Spendernerv versorgten Bereich (beim Suralistransplantat der Außenrand des Fußes) ist ein dauerhafter oder vorübergehender Sensibilitätsverlust/ein Taubheitsgefühl zu erwarten. Die Wunde an der Entnahmestelle heilt mit routinemäßiger Wundpflege; das Ergebnis hängt von der Heilung des eigentlich reparierten Nervs ab.
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Quellen
Geprüfte Fachbücher der Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie, die den medizinischen Rahmen dieser Behandlung stützen.
- Greenberg MS. Greenberg’s Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023:578.
- Winn HR, ed. Youmans Neurological Surgery. 6th ed. Saunders; 2011:2460.
- Quiñones-Hinojosa A, ed. Schmidek and Sweet: Operative Neurosurgical Techniques: Indications, Methods and Results. 7th ed. Elsevier; 2021.
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