Offene Chordotomie
Chordotomie mit offener Operation bei therapieresistentem Tumorschmerz
Was ist diese Behandlung?
Die offene Chordotomie ist eine Schmerzchirurgie, die bei Tumorschmerz angewendet wird, der auf eine medikamentöse Behandlung nicht anspricht. Über eine Laminektomie wird das Rückenmark erreicht und die schmerzleitende Bahn (Tractus spinothalamicus) unter direkter Sicht durchtrennt. Sie kann in Situationen bevorzugt werden, in denen das perkutane Verfahren nicht geeignet ist.
Vorteile
- Zielt auf die Verringerung eines medikamentös therapieresistenten Tumorschmerzes ab
- Es wird angestrebt, die Schmerzbahn unter direkter Sicht zu erreichen
- Kann in Situationen angewendet werden, in denen das perkutane Verfahren nicht geeignet ist
- Die möglichen Wirkungen des Eingriffs (motorische Schwäche, Veränderung der Blasenfunktion, Gleichgewichtsprobleme) werden mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprochen
Behandlungsablauf
In Vollnarkose wird eine Laminektomie durchgeführt und das Rückenmark dargestellt. Die schmerzleitende Bahn (Tractus spinothalamicus) wird unter direkter Sicht durchtrennt (Interruption). Während des Eingriffs wird auf den Schutz der neurologischen Strukturen geachtet.
Wann wird sie eingesetzt?
- Behandlung medikamentös therapieresistenter tumorbedingter Schmerzen
- Schmerzkontrolle in Situationen, in denen eine perkutane Chordotomie nicht geeignet ist
- Linderung intensiver, anhaltender Schmerzen auf einer Körperseite
- Kontrolle therapieresistenter Schmerzen, die die Lebensqualität schwer beeinträchtigen
Genesung und Planung
Nach der Operation wird der neurologische Status regelmäßig bewertet. Der Entlassungs- und Nachsorgeplan wird entsprechend dem klinischen Bild und dem Schmerzansprechen festgelegt.
Fachärztliche Einschätzung
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