Perkutane intradiskale Läsionserzeugung (RF/Laser)
Minimalinvasive intradiskale Dekompression über eine Nadel bei ausgewählten Bandscheibenvorfällen
Was ist diese Behandlung?
Die perkutane intradiskale Läsionserzeugung (mit Radiofrequenz- oder Laserenergie) ist ein minimalinvasiver Eingriff, der bei ausgewählten Fällen eines Bandscheibenvorfalls darauf abzielt, durch das Erreichen des Bandscheibeninneren über eine dünne Nadel/Sonde von der Haut aus und das Anwenden von Energie den Druck innerhalb der Bandscheibe zu senken. Es handelt sich nicht um eine offene Operation; er wird nur bei geeignet ausgewählten, kapselintakten (contained) Vorfällen angewendet.
Vorteile
- Zielt in ausgewählten Fällen auf die Senkung des Drucks innerhalb der Bandscheibe ab
- Kann mit einem kleineren Eingriff als eine offene Operation durchgeführt werden
- Da er über die Haut mit einer Nadel erfolgt, ist der Eingriff am Gewebe begrenzt
- Bietet in geeigneten Fällen, die nicht auf eine konservative Behandlung ansprechen, eine Option
Behandlungsablauf
Der Eingriff erfolgt unter Durchleuchtung (Fluoroskopie), unter Lokalanästhesie oder leichter Sedierung. Eine dünne Nadel/Sonde wird in die Bandscheibe eingebracht; durch Anwendung von Radiofrequenz- oder Laserenergie wird eine intradiskale Dekompression erreicht.
Wann wird sie eingesetzt?
- Kapselintakter (contained) Bandscheibenvorfall, der nicht auf eine konservative Behandlung (etwa drei Monate) anspricht
- Ausgewählte Fälle diskogenen Schmerzes, bei denen die Bildgebungsbefunde mit dem klinischen Bild übereinstimmen
- Situationen ohne freien/sequestrierten Fragment und ohne ausgeprägte Spinalkanalstenose
- Erwägung einer minimalinvasiven Option vor einer offenen Operation
Genesung und Planung
Nach dem Eingriff erfolgt eine kurze Beobachtung; die Einstichstelle und der Schmerzzustand werden überwacht. Die meisten Patienten kehren in kurzer Zeit zu ihrer Alltagsaktivität zurück; der Nachsorge- und Übungsplan richtet sich nach dem klinischen Bild.
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