Posteriore perkutane Drainage eines Wirbelabszesses
Entleerung eines Abszesses in der Umgebung der Wirbelsäule mittels Nadel/Katheter unter Bildgebung
Was ist diese Behandlung?
Die posteriore perkutane Drainage eines Wirbelabszesses bezeichnet die Entleerung eines Abszesses, der eine Wirbelsäuleninfektion (pyogene Wirbelosteomyelitis / Spondylodiszitis) begleitet, über eine Nadel oder einen dünnen Katheter von der Rückenseite durch die Haut. Der Eingriff wird in der Regel zur Gewinnung einer Kultur und zur Entleerung des Abszesses durchgeführt und begleitet eine intravenöse Antibiotikatherapie.
Vorteile
- Zielt darauf ab, durch Entleerung des Abszesses die Infektionslast zu verringern
- Trägt durch die Entnahme einer Probe für die Kultur zur erregergerechten Antibiotikaauswahl bei
- Kann mit einem kleineren Eingriff als eine offene Operation durchgeführt werden
- Wird unter Bildgebung gezielt zum Zielbereich geführt
Behandlungsablauf
Der Eingriff erfolgt unter Computertomographie oder Durchleuchtung (Fluoroskopie), meist unter Lokalanästhesie oder leichter Sedierung. Von der Rückenseite wird der Abszess mit einer dünnen Nadel erreicht; der Inhalt wird abgesaugt und entleert, und bei Bedarf wird ein Drainagekatheter eingebracht.
Wann wird sie eingesetzt?
- Abszess bei begleitender pyogener Wirbelosteomyelitis / Spondylodiszitis
- Paravertebraler Abszess oder Psoasabszess
- Entleerung des Inhalts eines Epiduralabszesses
- Entnahme einer Kulturprobe zur Bestimmung des Erregers
Genesung und Planung
Nach dem Eingriff werden der klinische Zustand und die Infektionsmarker (Fieber, Blutwerte) überwacht; die Antibiotikatherapie wird fortgesetzt. Ist eine Drainage angelegt, wird der Inhalt verfolgt und zum geeigneten Zeitpunkt entfernt.
Fachärztliche Einschätzung
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