Was ist diese Behandlung?
Die Iliosakralgelenkinjektion ist ein perkutaner interventioneller Eingriff, der bei der Beurteilung und Behandlung von Schmerzen eingesetzt wird, die vom Iliosakralgelenk – der Verbindung zwischen Beckenknochen und Wirbelsäule – ausgehen. Unter Bildgebung wird ein Lokalanästhetikum (bei Bedarf ein Steroid) in das Gelenk eingebracht; er kann sowohl diagnostisch als auch therapeutisch angewendet werden.
Vorteile
- Kann bei der Bestätigung der Quelle eines iliosakralgelenkbedingten Schmerzes helfen (diagnostischer Wert)
- Kann durch das in das Gelenk eingebrachte Lokalanästhetikum/Steroid zur Verringerung des Schmerzes beitragen
- Wird unter Durchleuchtung oder CT mit einer dünnen Nadel ohne offene Operation durchgeführt
- Kann bei der Steuerung des Behandlungsplans helfen
Behandlungsablauf
Der Eingriff erfolgt unter Durchleuchtung oder CT-Führung in Bauchlage. Eine dünne Spinalnadel (z. B. 22G) wird in den Gelenkspalt eingebracht; bei Bedarf wird die korrekte Position mit Kontrastmittel bestätigt und ein Lokalanästhetikum (bei Bedarf ein Steroid) injiziert.
Wann wird sie eingesetzt?
- Diagnostische Beurteilung eines vom Iliosakralgelenk ausgehenden Schmerzes
- Therapeutische Behandlung eines iliosakralgelenkbedingten Schmerzes
- Lokalisierter Schmerz über dem Gelenk, der in die Hüft-Gesäß-Region ausstrahlen kann
- Iliosakralgelenkschmerz, der nicht ausreichend auf eine konservative Behandlung anspricht
Genesung und Planung
Nach dem Eingriff wird der Patient kurz beobachtet und kann in der Regel am selben Tag nach Hause gehen. Eine vorübergehende Schmerzverstärkung, selten eine Infektion oder allergische Reaktion können auftreten; diese werden mit Ihrem Arzt besprochen.
Fachärztliche Einschätzung
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