Selektive Amygdalohippokampektomie
Selektive Entfernung des Anfallsfokus bei medikamentenresistenter mesialer Temporallappenepilepsie
Was ist diese Behandlung?
Die selektive Amygdalohippokampektomie ist die selektive Entfernung von Amygdala und Hippocampus, von denen bei medikamentenresistenter mesialer Temporallappenepilepsie die Anfälle ausgehen. Ein großer Teil des Temporallappens wird erhalten und nur die mesialen Strukturen, die den Anfallsfokus bilden, werden entfernt; mit diesem Vorgehen wird der Erhalt des umgebenden Gewebes angestrebt.
Vorteile
- Durch die Entfernung der mesialen Temporalstrukturen, die den Anfallsfokus bilden, wird eine Verbesserung der Anfallskontrolle angestrebt
- Unter Erhalt eines großen Teils des Temporallappens wird eine selektive Resektion durchgeführt
- Zum Schutz von Gedächtnis- und Sprachfunktionen wird vor der Operation eine detaillierte Beurteilung durchgeführt
- Der Zugang zu den Zielstrukturen wird unter Bildgebung und Neuromonitoring geplant
Behandlungsablauf
Vor der Operation wird mittels Video-EEG, MRT und neuropsychologischer Beurteilung bestätigt, dass der Anfallsfokus in den mesialen Temporalstrukturen liegt. Unter Vollnarkose werden Amygdala und Hippocampus über einen geeigneten chirurgischen Korridor erreicht und diese Strukturen selektiv entfernt. Auf den Erhalt des umgebenden Temporalkortex wird geachtet.
Wann wird sie eingesetzt?
- Selektive Entfernung des Anfallsfokus bei medikamentenresistenter mesialer Temporallappenepilepsie
- Verringerung häufig wiederkehrender Anfälle und Verbesserung der Lebensqualität
- Behandlung von Anfällen infolge einer mesialen Temporalsklerose oder einer hippocampal gelegenen Läsion
- Sicherstellung der Anfallskontrolle durch Unterbrechung der Anfallsausbreitung
Genesung und Planung
Nach der Operation werden der Anfallsstatus und die neurologischen Funktionen regelmäßig überwacht; eine Beurteilung hinsichtlich des Gedächtnisses kann durchgeführt werden. Die Epilepsiemedikamente werden unter ärztlicher Kontrolle schrittweise angepasst. Der Nachsorgeplan richtet sich nach dem klinischen Bild.
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