Selektive dorsale Rhizotomie mit elektrophysiologischem Monitoring
Rhizotomie unter intraoperativem EMG zur Verringerung der Spastik
Was ist diese Behandlung?
Die selektive dorsale Rhizotomie mit elektrophysiologischem Monitoring wird bei Kindern mit spastischer Zerebralparese zur Verringerung der Spastik der unteren Extremitäten angewendet. Während des Eingriffs wird jedes sensible Wurzelbündel elektrisch stimuliert und die EMG-Antworten werden bewertet, sodass abnorm reagierende Wurzelbündel selektiv durchtrennt werden.
Vorteile
- Zielt darauf ab, mit intraoperativem EMG die abnorm reagierenden Wurzelbündel zu bestimmen
- Ist ein selektiver Ansatz zur Verringerung der Spastik der unteren Extremitäten
- Das Monitoring hilft, die zu durchtrennenden Wurzelbündel gezielter auszuwählen
- Kann gemeinsam mit der Rehabilitation die Bewegungsfähigkeit unterstützen
Behandlungsablauf
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Die dorsalen Wurzeln werden in Wurzelbündel aufgeteilt; jedes Wurzelbündel wird stimuliert und die intraoperative EMG-Antwort aufgezeichnet. Pathologisch reagierende Wurzelbündel werden selektiv durchtrennt, der Erhalt der motorischen Wurzeln wird angestrebt.
Wann wird sie eingesetzt?
- Spastik der unteren Extremitäten bei spastischer Zerebralparese
- Dauerhafte Muskelsteifigkeit, die Gehen und Bewegung einschränkt
- Spastikbedingte Schwierigkeiten bei Pflege und Positionierung
- Geeignete Fälle, die auf andere Behandlungen unzureichend ansprechen
Genesung und Planung
Nach dem Eingriff sind intensive Physiotherapie und Rehabilitation erforderlich. Es wird hinsichtlich Gefühlsveränderungen, Blasenfunktionsstörungen oder mit der Zeit auftretender Wirbelsäulendeformität nachverfolgt.
Fachärztliche Einschätzung
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