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Shunt-Anlage bei Syringomyelie (syringopleural/syringoperitoneal)

Ableitung der Flüssigkeitshöhle im Rückenmark in die Pleura oder das Peritoneum bei fortschreitender Syringomyelie

Was ist diese Behandlung?

Die Shunt-Anlage bei Syringomyelie bezeichnet die Ableitung der sich im Rückenmark ausdehnenden, flüssigkeitsgefüllten Höhle (Syrinx) über einen dünnen Katheter in den Pleuraraum (syringopleural) oder in die Bauchhöhle (syringoperitoneal). Ziel ist es, die Syrinx zu verkleinern und ihren Druck zu senken. Sie wird bei symptomatischen Syringen erwogen, die eine fortschreitende Myelopathie oder Spastik verursachen und auch nach Behebung einer zugrunde liegenden Abflussstörung des Nervenwassers fortbestehen.

Vorteile

  • Zielt darauf ab, durch Ableitung der sich ausdehnenden Syrinxhöhle den Druck zu senken
  • Beabsichtigt, eine fortschreitende neurologische Verschlechterung zu verlangsamen oder aufzuhalten
  • Kann in ausgewählten Fällen, in denen andere operative Optionen nicht geeignet sind, eine Alternative bieten
  • Die Entscheidung wird individuell nach Ursache der Syrinx und klinischem Verlauf getroffen

Behandlungsablauf

In Vollnarkose wird ein dünner Shunt-Katheter in die Syrinxhöhle im Rückenmark eingebracht und mit dem anderen Ende in den Pleuraraum oder die Bauchhöhle geleitet, sodass die Flüssigkeit dorthin abfließt. Der Eingriff kann unter Neuromonitoring erfolgen.

Wann wird sie eingesetzt?

  • Drainage einer fortschreitenden, symptomatischen Syringomyelie
  • Verringerung einer syrinxbedingten fortschreitenden Myelopathie oder Spastik
  • Drainage bei Syringen, die trotz Behebung einer Liquorabflussstörung fortbestehen
  • Flüssigkeitsableitung in ausgewählten Fällen, in denen andere Verfahren nicht geeignet sind

Genesung und Planung

Nach der Operation wird der neurologische Zustand überwacht und die Syrinxgröße mittels Bildgebung kontrolliert. Bei Shunts kann es mit der Zeit zu Verstopfung, Infektion und einem Rezidiv der Syrinx kommen; wird die zugrunde liegende Abflussstörung nicht behoben, kann ein erneutes Auftreten möglich sein.

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Shunt-Anlage bei Syringomyelie (syringopleural/syringoperitoneal) | Dr. Özgür Akşan