Stereotaktische Katheterisierung
Bildgeführtes präzises Einlegen eines Katheters an ein Ziel
Was ist diese Behandlung?
Die stereotaktische Katheterisierung bezeichnet das präzise Einlegen eines feinen Katheters an ein bestimmtes Ziel im Gehirn (wie eine Zyste, einen Ventrikel oder eine Abszesshöhle) unter Verwendung bildgeführt berechneter Koordinaten. Ziel ist es, eine Flüssigkeitsdrainage/-aspiration zu ermöglichen oder für eine Behandlung einen Zugang zu dieser Höhle zu schaffen.
Vorteile
- Zielt darauf ab, bildgeführt einen präzisen Zugang zur Zielhöhle zu schaffen
- Ermöglicht über einen kleinen Zugang das Erreichen einer Zysten-, Ventrikel- oder Abszesshöhle
- Zielt auf eine kontrollierte Katheterplatzierung zur Flüssigkeitsdrainage oder -aspiration ab
- Kann bei Situationen, die eine intrakavitäre (in der Höhle liegende) Behandlung erfordern, einen Zugangsweg schaffen
Behandlungsablauf
Der Eingriff kann je nach klinischem Zustand in Lokal- oder Vollnarkose durchgeführt werden. Mit Bildgebung werden die Koordinaten des Ziels bestimmt; unter stereotaktischer Führung wird der Katheter entlang des geplanten Wegs an das Ziel gelegt. Bei Bedarf wird Flüssigkeit aspiriert oder eine Drainage geschaffen; die Lage kann mit Bildgebung bestätigt werden.
Wann wird sie eingesetzt?
- Aspiration oder Drainage einer Hirnzyste
- Einlegen eines Katheters zum Zugang und zur Drainage des Ventrikels bei Hydrozephalus
- Drainage einer Abszesshöhle
- Schaffung eines Katheterzugangs für eine intrakavitäre (in der Höhle liegende) Behandlung
Genesung und Planung
Nach dem Eingriff werden der neurologische Status und die Katheterlage mit Bildgebung überwacht. Der Entlassungs- und Nachsorgeplan wird entsprechend dem klinischen Bild festgelegt.
Fachärztliche Einschätzung
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