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Thorakolumbale Fraktur/Luxation, Reposition + anteriore und posteriore Stabilisierung

Kombinierte Stabilisierung von ventral und dorsal (360°) bei schweren thorakolumbalen Frakturen/Luxationen

Was ist diese Behandlung?

Thorakolumbale Fraktur/Luxation, Reposition + anteriore und posteriore Stabilisierung ist ein Eingriff, bei dem schwere traumatische Frakturen und Luxationen im thorakolumbalen Übergang — der Region, in der Brust- und Lendenwirbelsäule zusammentreffen — sowohl von ventral (anterior) als auch von dorsal (posterior) fixiert werden (kombinierte/360°-Stabilisierung). Er wird bei Patienten durchgeführt, bei denen die vordere Säule schwer geschädigt ist, eine alleinige posteriore Fixierung nicht ausreicht und eine ausgeprägte Instabilität mit begleitendem neurologischem Defizit vorliegt.

Vorteile

  • Durch die Abstützung sowohl der vorderen als auch der hinteren Säule erhält die Wirbelsäule eine starke, mehrdimensionale Stabilität
  • Durch die Reposition wird die gestörte Ausrichtung korrigiert und die Tragfähigkeit der vorderen Säule wiederhergestellt
  • Bietet bei Patienten mit ventraler Kompression die Möglichkeit einer direkten Dekompression
  • Bei hochgradig instabilen Verletzungen werden Fusion und dauerhafte Stabilität angestrebt

Behandlungsablauf

Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose und ist häufig zweizeitig. Über den vorderen (anterioren) Zugang wird zur Rekonstruktion des geschädigten Wirbelkörpers ein Knochentransplantat/Cage eingesetzt; von dorsal (posterior) werden mit der Pedikelschrauben-Instrumentierung die Reposition und die segmentale Fixierung vervollständigt. Bei der Schraubenplatzierung können Durchleuchtung und Neuromonitoring eingesetzt werden.

Wann wird sie eingesetzt?

  • Kombinierte (360°) chirurgische Behandlung schwerer thorakolumbaler Frakturen und Luxationen
  • Behebung ausgeprägter Instabilität und neurologischer Defizite
  • Wiederherstellung von Ausrichtung und Tragfähigkeit durch Rekonstruktion der vorderen Säule
  • Fusion durch kombinierte Anwendung von anteriorer und posteriorer Stabilisierung

Genesung und Planung

Nach der Operation wird der neurologische Zustand engmaschig überwacht. Aufgrund des kombinierten Vorgehens kann die Genesung stufenweise verlaufen; Mobilisierungs- und Rehabilitationsplan werden entsprechend dem klinischen Bild festgelegt.

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Kraniale Chirurgie (Gehirnchirurgie)

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Chirurgische Behandlung von Erkrankungen des Gehirns und Nervensystems bei Kindern mit speziellen Behandlungsansätzen.

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Quellen

Geprüfte Fachbücher der Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie, die den medizinischen Rahmen dieser Behandlung stützen.

  1. Winn HR, ed. Youmans Neurological Surgery. 6th ed. Saunders; 2011.
  2. Baaj AA, Kakarla UK, Kim HJ, eds. Surgery of the Thoracic Spine: Principles and Techniques. Thieme; 2019.
  3. Baaj AA, Mummaneni PV, Uribe JS, Vaccaro AR, Greenberg MS, eds. Handbook of Spine Surgery. Thieme; 2012.
  4. Greenberg MS. Greenberg’s Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023.

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Thorakolumbale Fraktur/Luxation, Reposition + anteriore und posteriore Stabilisierung | Dr. Özgür Akşan